Regionen wie Kathmandu in Nepal werden immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. © Plan International
Regionen wie Kathmandu in Nepal werden immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. © Plan International
18.08.2017

Schwere Überschwemmungen in Nepal

Tagelanger Monsunregen hat in Nepal zu heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Die schlimmsten Regenfälle seit 15 Jahren betreffen hunderttausende Menschen. Viele Schulen mussten schließen und dienen nun als Notunterkünfte.

Der Monsunregen in den südlichen Ebenen von Nepal, der Terai-Region, hat das Leben von mehr als 100 Menschen gefordert und tausende Familien vertrieben, deren Häuser zerstört oder beschädigt wurden. Für das südostasiatische Land, das sich immer noch von den Auswirkungen des Erdbebens 2015 erholt, sind die Überschwemmungen verheerend. Allein in den letzten Tagen gab es 250 Todesopfer in Nepal, Indien und Bangladesch und Millionen Menschen, die ihr Zuhause verloren.

Der Süden Nepals ist am stärksten betroffen. "Ein großer Teil der Schulen wird als Evakuierungszentren verwendet. Das bedeutet, dass viele Kinder alleine gelassen werden und keinen sicheren Ort zum Bleiben haben", sagt Shreeram KC, Kommunikations-Manager für Plan International. Er ist derzeit im Rautahat-Bezirk, einem Gebiet, das stark von den Überschwemmungen betroffen ist.

Sieben der 23 überfluteten Bezirke sind Programmgebiete von Plan. In Koordination mit dem örtlichen Katastrophenschutz verteilt Plan Nahrungsmittel und Planen für den provisorischen Schutz im Rautahat-Distrikt. "Der Zugang zu den betroffenen Gebieten ist nach wie vor eine Herausforderung. Straßen sind verstopft, Brücken zusammengebrochen und Telekommunikationsnetze außer Betrieb. Wir arbeiten so schnell wie möglich, um Gemeinden zu erreichen, die dringend unsere Unterstützung brauchen", erklärt Shreeram KC.

"Als ich die Gemeinden besuchte, waren 80 Prozent dort überschwemmt. Kinder trugen nasse Kleidung, da ihre Häuser entweder schwer beschädigt oder zerstört waren. Familien erzählten uns, dass sie seit mehreren Tagen nicht gegessen hätten und waren besorgt, welche Auswirkungen die kommenden Regenfälle auf ihre Familien und Häuser haben könnten ", sagt KC.

Auch einige Gemeinden, in denen Patenkinder leben, sind betroffen. Sobald wir Nachrichten über einzelne Patenkinder erhalten, werden wir uns bei den jeweiligen Patinnen und Paten melden.


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