Am Nachmittag besuchte Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes den Infostand von Gut Leben in Deutschland - Was uns wichtig ist. ©Plan
Am Nachmittag besuchte Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes den Infostand von Gut Leben in Deutschland - Was uns wichtig ist. ©Plan
30.09.2015

Projekt Change beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Am 29. und 30.09. findet der Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin statt. Gwladys Awo, Koordinatorin des Projektes „CHANGE“, berichtete dort gestern über die Arbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) mit Communities in Hamburg.

„Das Projekt „CHANGE“ setzt sich für die Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) in Hamburg ein. Wir schulen Community Organizer zu Multiplikatoren, um gegen die weibliche Genitalverstümmelung in den Communities zu sensibilisieren und Verhaltensänderungen anzustoßen. Da die weibliche Genitalverstümmelung die soziale und berufliche Integration der Betroffenen behindern kann, waren wir daran interessiert, beim Bürgerdialog „Gut LEBEN IN Deutschland - Was uns wichtig ist“ dabei zu sein“, so Awo über die Beweggründe, am Tag der offenen Tür teilzunehmen.

Bis zu 180.000 Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund sind in Europa von weiblicher Genitalverstümmelung bedroht. Um gefährdete Mädchen zu schützen, arbeitet Plan International Deutschland gemeinsam mit Terre des Femmes und Partnern aus Großbritannien, den Niederlanden und aus Schweden im Rahmen des von der Europäischen Kommission mitfinanzierten Projektes „CHANGE“ daran, dass die weibliche Genitalverstümmelung dauerhaft aufgegeben wird. Mädchen und Frauen sollen darin gestärkt werden, ihre Rechte umfassend wahrzunehmen. Für eine nachhaltige Abschaffung ist es wesentlich, dass weltweit neben den betroffenen Mädchen und Frauen auch religiöse Führer, Lehrkräfte, medizinisches Personal und andere einflussreiche Gemeindevertreter in die Arbeit zum Schutz der Mädchen einbezogen werden.

Gwladys Awo von Plan International Deutschland nahm an zwei Podiumsdiskussionen im Bundespresseamt (BPA) teil. Weitere Gesprächsgäste waren Dr. Bastian Hein, Teamleiter für den Bürgerdialog beim Bundeskanzleramt sowie Ulrich Aengenvoort vom Deutschen Volkshochschul-Verband.

Gwladys Awo betont, wie begeistert die Hamburger Communities von der Einladung zum Tag der offenen Tür waren: „Sie sagten,  es sei das erste Mal, dass die Bundesregierung sich für die afrikanischen Communities interessiert hat. Ihnen sei richtig zugehört worden. Sie wünschen sich, dass wir mehr von solchen Veranstaltungen organisieren.“


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