Am häufigsten sind Jugendliche im Alter von zwölf bis 14 Jahren von Kinderarbeit betroffen. © Plan/Bea Uhart
12.06.2014

Plan-Studie zu Kinderarbeit im südlichen und östlichen Afrika

Die Studie bestätigt, dass im südlichen und östlichen Afrika Millionen von Kindern Opfer von Kinderheirat, sexueller Ausbeutung, Kinderhandel, Gewalt und Kinderarbeit sind. Diese Praktiken haben verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit, Bildung, Entwicklung und Schutz der betroffenen Kinder und sind ein Rechtsverstoß.

Die meisten afrikanischen Staaten haben sowohl die UN-Kinderrechtskonvention, als auch die Afrikanische Kinderrechtscharta unterzeichnet. Diese Abkommen fordern von Unterzeichnern, konkrete Maßnahmen zur Vorbeugung und Beendigung aller Formen von Gewalt gegen Kinder umzusetzen.

Es ist ein Kernelement von der globalen Strategie von Plan International, sich gegen alle Formen von Gewalt an Kindern zu richten. In diesem Zusammenhang hat Plan nun eine Studie im südlichen und östlichen Afrika durchgeführt. Mit Fokus auf Äthiopien, Kenia, Mosambik und Uganda wurde der Status Quo zu Kinderheirat, Kinderhandel und Kinderarbeit ermittelt. Es wurde aber auch hinterfragt, welche Kindesschutz Modelle wirksam sind und die Lage der Kinder verbessern.

Die Hauptaussage der Studie ist, dass schon die Ratifizierung der Abkommen ein Erfolg ist und dazu geführt hat, dass nationale Gesetzgebungen an Menschenrechtsstandards angepasst werden. Allerdings erschweren traditionelles und religiöses Brauchtum die Durchsetzung dieser Gesetze.

Die Hauptursachen für Gewalt an Kindern bleiben Armut, tief verwurzelte Glaube an Traditionen. Begrenzte Koordinierung von Kinderschutzstrukturen und fehlende Daten zu Kinderschutzthemen verschlimmern die strukturellen Probleme.

Plan International hofft, dass die Studie einen positiven Einfluss auf den Schutz vor Kindern hat und dazu beiträgt, dass Kinder ihre Rechte in Würde wahrnehmen können.


Interessant? Weitersagen: