Diese Mutter in Peru kann mit ihren Kindern eine Gesundheitsstation besuchen. Diese Möglichkeit haben nicht alle Eltern. © Plan/Vania Milanovitch
02.04.2014

Plan stärkt das Recht auf Gesundheitsversorgung

Wer nicht registriert ist und keine Ausweispapiere hat, profitiert auch nicht von einer staatlichen Gesundheitsversorgung. Während hierzulande die Behandlung beispielsweise von Durchfällen oder Masern obligatorisch ist, bleibt die medizinische Versorgung insbesondere in Entwicklungsländern und für Menschen ohne Geburtsurkunde schwierig.

Im Krankheitsfall müssen sie eine Behandlung selbst tragen. In extrem armen Regionen können so schon harmlose Infektionen besonders für Kinder tödliche Folgen haben, weil eine Behandlung nur unzureichend möglich ist und die Familien sich diese vielfach gar nicht leisten können. Plan International setzt sich in weltweit 36 Programmen für den Auf- und Ausbau ziviler Registrierungssysteme ein – einschließlich der Geburtenregistrierung.

"In extrem armen Ländern entscheidet allzu oft der Geldbeutel über Leben oder Tod", warnt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland, anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April. "In vielen Fällen können arme Familien sich erst nicht die Anfahrt in größere Orte leisten, wo Geburten registriert und Geburtsurkunden ausgestellt werden. Und haben sie keine Ausweispapiere, sind im Krankheitsfall die Kosten für eine Behandlung ungleich höher. Das muss sich ändern und dazu trägt Plan bei, auch mit seiner Kampagne 'Count every Child – Jedes Kind zählt'."

Weltweit sind 230 Millionen Kinder unter fünf Jahren "unsichtbar", weil sie nie registriert wurden. Plan hat international eine Vorreiterrolle bei der Geburtenregistrierung und Einrichtung ziviler Registrierungssysteme übernommen. Im Rahmen seiner aus Patenschaftsbeiträgen finanzierten Projekte und Programme unterstützt das Kinderhilfswerk den Aufbau mobiler sowie elektronischer Registrierungswege. Damit können Eltern leichter die Geburt ihrer Kinder registrieren lassen – und können auch ihr Recht auf gesundheitliche Versorgung wahrnehmen. Plan setzt sich darüber hinaus in seinen Programmen und Projekten für einen gesunden Start ins Leben ein – und das Überleben von Kindern und ihren Familien. Plan und seine Partner stärken Gesundheitssysteme, informieren über Ernährung, Hygiene und Krankheiten. Sie richten Gesundheitsstationen ein und klären über die häufigsten Todesursachen von Kleinkindern auf: Malaria, Durchfall, Atemwegsleiden, Fehlernährung und Masern.

Auch PlanAction setzt sich für die Kampagne "Count every Child" ein.


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