Der Kindesschutz steht für Plan International an oberster Stelle der Hilfsmaßnahmen. © Plan
Der Kindesschutz steht für Plan International an oberster Stelle der Hilfsmaßnahmen. © Plan
20.03.2017

Peru: Notstand nach Überschwemmungen ausgerufen

Starke Regenfälle, verursacht durch das Klimaphänomen El Niño, haben in Teilen Perus zu starken Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Die Zahl der Todesopfer hat das Nationale Katastrophenschutzzentrum am Wochenende auf 72 beziffert. Im ganzen Land haben mehr als 72.000 Menschen ihre Häuser verloren, weit über 600.000 Haushalte sind unmittelbar von den Folgen der Katastrophe betroffen.

In 19 von 24 Regionen, darunter auch in den drei Programmgebieten von Plan International, Piura, Lima und Cusco, wurde der Notstand ausgerufen. Viele Straßen sind unpassierbar, Brücken eingestürzt und die ohnehin prekäre Trinkwasserversorgung ist zusammengebrochen. In den betroffenen Gebieten kommt es immer wieder zu Stromausfällen. Dutzende Schulen sind zurzeit geschlossen. Viele Kinder können deswegen ihre Schulbildung nicht fortsetzen und verlieren dadurch auch ihren geregelten Tagesablauf, der ihnen Sicherheit und Schutz bietet. Kinder sind in Krisensituationen besonders gefährdet. Sie können von ihrer Familie getrennt werden und Opfer von Missbrauch werden. Für Plan International steht der Kindesschutz an oberster Stelle der Hilfsmaßnahmen.

Ein Ende der Krise ist momentan nicht in Sicht: Die Stürme werden voraussichtlich noch zwei Wochen weitergehen. Ein Experten-Team arbeitet daran, die Folgen der Katastrophe zu erfassen und die dringend erforderliche Nothilfe zu leisten. Dabei werden auch so schnell wie möglich gesicherte Informationen über die Patenkinder und ihre Familien erstellt.

Plan International arbeitet seit 1994 in Peru und erreichte 2015 das Umfeld von rund 25.000 Patenkindern und ihren Familien. Das Kinderhilfswerk engagiert sich sowohl in städtischen Gebieten und Slums, als auch in abgelegenen Regionen der Anden.


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