Eltern und auch Behördenmitarbeitern ist häufig nicht klar, mit welchen Risiken es verbunden ist, wenn ein Kind nicht registriert ist. © Plan
Eltern und auch Behördenmitarbeitern ist häufig nicht klar, mit welchen Risiken es verbunden ist, wenn ein Kind nicht registriert ist. © Plan
04.11.2016

Pakistan: Neugeborene zügig registrieren

Mit einem Pilotprojekt unterstützt Plan International die Registrierung von Neugeborenen in Pakistan. In dem südasiatischen Staat liegt die Registrierungsrate heute gerade mal bei 30 Prozent.

In Pakistan ist nur rund ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren in ein Geburtenregister eingetragen. Es sind vor allem Kinder armer und benachteiligter Familien, die nicht registriert sind. Häufig leben sie in abgelegenen Gebieten weit entfernt von den zentralen Meldestellen. Erst mit der Ausstellung einer Geburtsurkunde wird das Recht der Kinder auf eine Nationalität und einen Namen umgesetzt. Zusammen mit den zuständigen örtlichen Behörden startet Plan International in drei pakistanischen Regionen deshalb ein innovatives, auf elektronischer Datenerfassung basierendes Modell zur Geburtenregistrierung. Neben Neugeborenen sollen auch ältere Kinder registriert werden.

Gleichzeitig initiiert Plan eine Kampagne, um die Bevölkerung darüber aufzuklären, welche Relevanz die Geburtsurkunde für das Leben der Kinder hat. Sensibilisieren will man die Eltern dabei auch für das Recht auf eine Identität. Denn erst mit der Registrierung und Ausstellung einer Urkunde, wird ein Kind „sichtbar“. Ziel ist es, dass 80 Prozent der Neugeborenen in den Pilotregionen innerhalb von 60 Tagen nach der Geburt registriert werden.


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