Rund 350.000 Menschen sind nach Hurrikan Matthew auf Nothilfe angewiesen. © EPA / Orlando Barria
Rund 350.000 Menschen sind nach Hurrikan Matthew auf Nothilfe angewiesen. © EPA / Orlando Barria
07.10.2016

Nothilfe nach Hurrikan Matthew in Haiti gestartet

Hurrikan Matthew, der am vergangenen Dienstag, den 4. Oktober, über den Südwesten Haitis hinweggestürmt ist, hat vor allem in den Departments Grand Anse, South, Nippes und South East schwere Schäden hinterlassen. Rund 350.0000 Menschen sind auf Nothilfe angewiesen. Plan International Haiti hat mit der Katastrophenhilfe begonnen.

Das gesamte Ausmaß der Schäden ist noch immer nicht abzusehen, weil die meisten Orte im Südwesten Haitis auch drei Tage nach dem Wirbelsturm noch nicht erreichbar sind. Viele Häuser sind überschwemmt, mehr als 15.000 Menschen wurden evakuiert. Das Bildungsministerium hat schwere Schäden an der Schulinfrastruktur gemeldet, vor allem in den Departments Grand Anse, South und Nippes. Rund 100 Schulen mit 24.000 Schülerinnen und Schülern sind möglicherweise betroffen. Darüber hinaus haben viele Kinder all ihre Schulsachen verloren und viele Schulen dienen derzeit als Notunterkünfte. Erste Einschätzungen nach dem Sturm weisen auf große Schäden auch in der Landwirtschaft hin. Hierzu zählt der Verlust von tausenden Nutztieren, die Zerstörung von Infrastruktur und Bewässerungssystemen.

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 230 Stundenkilometern war der Hurrikan am Dienstag um 7.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ) in der Nähe des Dorfes Les Anglais in Haiti auf Land getroffen. Anschließend zog er in nördlicher Richtung weiter. Am Donnerstag erreichte er mit etwas abgeschwächten Windgeschwindigkeiten die Bahamas. Der Hurrikan gilt als einer der stärksten Stürme in der Region seit zehn Jahren. Für Haiti ist er eine erneute Katastrophe, nach dem schweren Erdbeben vor sechs Jahren mit mindestens 250.000 Toten.

Plans Soforthilfe
Plan International arbeitet seit 1973 in Haiti. In den nun vom Hurrikan betroffenen Gebieten liegen auch die Plan-Programmgebiete Croix-des-Bouquets und Jacmel. Patenkinder sind nach bisherigen Angaben nicht direkt betroffen.

Ein Nothilfe-Team von Plan Haiti ist am Donnerstag nach Jacmel aufgebrochen, um Einschätzungen der Lage vorzunehmen. Zugang zu den besonders schwer betroffenen Regionen Grand Anse, South, Nippes besteht derzeit noch nicht.

Für 25.000 Familien in den Departments West und South East wird Plan Nothilfe leisten. Die Maßnahmen umfassen die Bereiche Wasser, Sanitär und Hygiene, Gesundheit, die Bereitstellung von Gütern des täglichen Bedarfs, die Sicherung der Lebensgrundlagen sowie Maßnahmen zum Kinderschutz.

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