Sainata (links) und Adama unter ihrem Moskitonetz in ihrem Zuhause in einem Dorf in der Sanmatenga Region in Burkina Faso.
16.04.2014

Noch großes Potential im Kampf gegen Malaria

Keine Chance für Malaria: Plan International setzt seit Jahren auf eine umfassende und nachhaltige Malaria-Vorsorge in seinen Programmländern. Zum Welt-Malariatag am 25. April macht Plan darauf aufmerksam, wie dringend notwendig eine kontinuierliche Unterstützung im Kampf gegen Malaria ist.

In den vergangenen fünf Jahren hat Plan im Rahmen seiner Malaria-Vorsorge fast 21 Millionen Moskitonetze verteilt, überwiegend in westafrikanischen Ländern, und konnte somit zur Reduzierung der Todesfälle von Kleinkindern bis um 45 Prozent beitragen. Besonders anfällig für Malaria sind Kinder unter fünf Jahren und schwangere Frauen.

„Noch immer stirbt alle sechzig Sekunden ein Kind auf der Welt an Malaria“, bestätigt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland. „Trotz der erheblichen Fortschritte, die wir im Kampf gegen Malaria errungen haben, dürfen wir nicht nachlassen. Dabei ist der Schutz durch ein Moskitonetz so einfach. Um einen Rückfall zu vermeiden und die Verbreitung von Malaria weiter zu bremsen, müssen noch mehr Moskitonetze zum Einsatz kommen und weitere Vorsorgemaßnahmen durchgeführt werden. Nur so können wir bis 2015 das Ziel der Weltgemeinschaft erreichen, das Leben von drei Millionen afrikanischen Kindern zu retten.“

Malaria ist in den vergangenen zehn Jahren in allen Regionen der Welt zurückgegangen, mehr als eine Millionen Menschenleben konnten dank Moskitonetze und verbesserter Schnell-Tests sowie der wirksameren Behandlung von schwangeren Müttern und Kleinkindern gerettet werden. Allein in Burkina Faso war Plan 2012 an der Ausgabe von 7,6 Millionen Netzen beteiligt. In Westafrika hat Plan im Bereich Malariavorsorge zur Schulung von 3.800 Gesundheitshelfern und 27.900 Gemeindemitgliedern beigetragen. Die imprägnierten Netze werden von den Gesundheitshelfern verteilt, die die Familien vor Ort besuchen, um sie darüber zu informieren, wie man sich am besten vor Malaria schützen und die Krankheit behandeln kann.

Doch immer noch sterben jährlich 660.000 Menschen an Malaria, vor allem in der afrikanischen Subsahara. Von den Kindern, die überleben, tragen sieben Prozent bleibende neurologische Schäden davon, beispielsweise Blindheit und Epilepsie. Neben dem menschlichen Leid, das Malaria verursacht, nimmt die Krankheit bis zu 40 Prozent der Ausgaben für die öffentliche Gesundheit in Anspruch, was die sozioökonomische Entwicklung in vielen Ländern behindert.


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