Aufklärung ist ein Schlüssel zur Ebola-Bekämpfung.
22.10.2014

Nigeria muss im Kampf gegen Ebola wachsam bleiben

Die WHO hat Nigeria für ebolafrei erklärt, nachdem in den vergangenen 42 Tagen keine neuen Krankheitsfälle registriert wurden. Nigeria hat bewiesen, wie Ebola durch eine schnelle Reaktion der Regierung und des Gesundheitssystems eingedämmt werden kann. Doch muss die Bevölkerung in Nigeria weiterhin wachsam bleiben.

Mehr als 4.500 Menschen sind seit März in Westafrika an Ebola gestorben, die Infektionszahlen liegen laut aktuellsten Schätzungen der WHO bei 9.000. Guinea, Liberia und Sierra Leone sind am schlimmsten von der Epidemie betroffen. In Nigeria wurden 20 Ebola-Erkrankungen registriert, acht Menschen haben die Krankheit nicht überlebt.

„Dass Nigeria den Kampf gegen Ebola vorerst gewonnen hat, zeigt dass die Ebola-Eindämmung nicht unmöglich ist“, sagt Plans Katastrophenkoordinator Dr. Unni Krishnan. „Die wichtigsten Faktoren sind ein gutes Gesundheitswesen, Führungsqualitäten, Ressourcen, technische Spezialisten und Schnelligkeit. Auch wenn das Land für ebolafrei erklärt wurde, darf Nigeria nicht unachtsam werden. Durch eine Beobachtung der Situation muss verhindert werden, dass es zu einem erneuten Ebola-Ausbruch kommt.“

Plan arbeitet in allen betroffenen und gefährdeten Ländern Westafrikas mit Aufklärung und Prävention daran, dass Ebola sich nicht weiter ausbreitet. Dabei spielt auch Kindesschutz eine wichtige Rolle. Die Gesundheitssysteme in Guinea, Liberia und Sierra Leone sind sehr labil, schon bald nach Ausbruch des Virus ihm Frühjahr gerieten die Gesundheitssysteme an ihre Kapazitätsgrenzen.

„Nigeria war gut auf einen möglichen Ebola-Ausbruch vorbereitet, so konnte die Infektionsrate gering gehalten werden. Auch wenn das nigerianische Gesundheitssystem nicht gut ist, ist es doch sehr viel besser als die Systeme in den anderen betroffenen Ländern. Ein wichtiger anderer Punkt ist, dass die Menschen in Nigeria Vertrauen in ihr Gesundheitssystem hatten. Auch dies ist in Guinea, Liberia und Sierra Leone nur teilweise gegeben. Die Regierungsvertreter haben schnell reagiert und offen die Probleme und Gefahren angesprochen. Wir lernen von Nigeria, dass es bei der Ebola-Bekämpfung nicht nur um medizinische Versorgung geht, sondern auch darum, schnell und ehrlich zu handeln“, erklärt Dr. Unni Krishnan.

Sie können die Nothilfe-Maßnahmen in Guinea, Liberia und Sierra Leone mit einer Spende hier online unterstützen oder Sie überweisen auf folgendes Konto:

Plan International Deutschland e.V.
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BIC: BF SW DE 33 HAN
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: GNO1502 Ebola

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