Eine Familie lebt in einer Notunterkunft in der Gemeinde Boudhanath in Nepal © Guido Dingemans/Plan
Eine Familie lebt in einer Notunterkunft in der Gemeinde Boudhanath in Nepal © Guido Dingemans/Plan
06.05.2015

Nepal: Hilfe kommt auch in entlegenen Gebieten an

Eine Woche nach dem Erdbeben erreicht die Nothilfe von Plan International auch die bisher von der Hilfe abgeschnittenen Gebiete. Dennoch braucht Nepal dringend weitere finanzielle Mittel. Es fehlt vor allem an Unterkunftsmaterialien wie Planen und Decken.
 
Angaben der Vereinten Nationen (UN) zufolge sind mehr als 160.000 Häuser zerstört. In den schwer betroffenen Regionen Gorkha und Sindhupalchowk sind 90 Prozent der Häuser schwer beschädigt. Die Menschen benötigen Zeltplanen, Decken, Nahrungsmittel und Medikamente. „Gerade Kinder und geschwächte Menschen sind möglichst auf sofortige auf Unterstützung angewiesen. Viele von ihnen aus den am schlimmsten betroffenen Gebieten lebten auch vor dem Erdbeben schon in extremer Armut. Nun haben sie auch das Wenige, was sie hatten, verloren. Die Familien schlafen aus Mangel an Unterkünften und aus Angst vor Nachbeben noch immer unter freiem Himmel“, sagt Unni Krishnan, Koordinator der Katastrophenhilfe von Plan International.
 
In den Gebieten Kavrepalanchok und Dolakha wird Plan International in den nächsten Tagen Zeltplanen und Nahrungsmittel an die Familien aushändigen. In den beiden Plan-Programmgebieten wurden bereits Decken, Moskitonetze und Schulmaterialien verteilt. Nach dem Beben herrscht eine Atmosphäre der Angst und Panik in der Bevölkerung. Plan konzentriert seine Arbeit deswegen nicht nur auf die Verteilung von Hilfsgütern, sondern bietet den Betroffenen auch psychologische Unterstützung an.
 
„Die weltweite Unterstützung für die Menschen in Nepal ist beeindruckend. Aber es herrscht weiter ein großer Bedarf an Hilfe. Plan International wird den Gemeinden in Nepal auch auf lange Sicht beim Wiederaufbau behilflich sein - dafür brauchen wir Spenden, um den Menschen zu helfen, diese Katastrophe zu überwinden und nach vorne zu blicken“, so Krishnan.


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