Ein Bild der Zerstörung und Überschwemmung aus dem Jahr 2008 in Myanmar. ©Plan
Ein Bild der Zerstörung und Überschwemmung aus dem Jahr 2008 in Myanmar. ©Plan
04.08.2015

Monsunregen löst Überschwemmungen aus

In Myanmar sind die Gliedstaaten Rakhine, Chin und Sagiang nach wochenlangen Regenfällen überschwemmt – 200.000 Menschen sind in dem südostasiatischen Land insgesamt betroffen. Auch in Bangladesch und Pakistan stehen nach extremen Niederschlägen ganze Landesteile unter Wasser. In Myanmar startete Plan International lebenswichtige Nothilfemaßnahmen.

Plan International Myanmar unterstützt in einem ersten Schritt die Nothilfe für 7.000 betroffene Menschen im Rakhine Staat. Neben Nahrungsmitteln werden dringend benötigtes Trinkwasser sowie Hygiene- und Haushaltsartikel für die Kinder und ihre Familien vergeben. Das Kinderhilfswerk führt ein auf mehrere Jahre angelegtes Projektprogramm im Rakhine Staat durch und nutzt jetzt seine Infrastruktur, um die Soforthilfemaßnahmen in den Regionen Sittwe und Minbya umzusetzen. In Minbya ist Plan International Myanmar die einzige internationale Hilfsorganisation.

Der starke Monsunregen der vergangenen 14 Tage hat die Wasserpegel an einigen Orten über vier Meter hoch getrieben und Erdrutsche ausgelöst. Häuser sind in den Fluten versunken – und damit Lebensmittel, Trinkwasservorkommen sowie Vieh und Saatgut verloren. Erschwert wird die Situation durch den Wirbelsturm Komen, der vor wenigen Tagen den Golf von Bengalen erreichte und weitere Niederschläge in diesen Teil Asiens brachte. Kommunikationswege und Straßen in Myanmar sind seither zum Teil unterbrochen.

Teams von Plan International Myanmar koordinieren ihre Nothilfe mit Regierungsvertretern sowie anderen Organisationen. Derzeit wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Das Kinderhilfswerk will außerdem erreichen, dass baldmöglichst wieder eine regelmäßige Betreuung von Mädchen und Jungen in Schulen und Kindergärten erfolgen kann.

Pakistan auch betroffen
Auch weiter östlich sind Plan-Programme von starken Monsunregenfällen betroffen. Plan International Pakistan beteiligt sich an der Nothilfe und stellt sechs Boote. 4.500 Kinder und ihre Eltern konnten dadurch bereits aus den überschwemmten Gebieten im Punjab in Sicherheit gebracht werden.

Nothilfe-Fonds ermöglicht Hilfe

Um in Fällen wie diesen schnell und unbürokratisch helfen zu können, hat Plan International einen Nothilfe-Fonds eingerichtet. Sie können online dafür spenden.


Interessant? Weitersagen: