Plan legt seinen Fokus auf den Schutz von Kindern.© Plan
Plan legt seinen Fokus auf den Schutz von Kindern. © Plan
21.03.2016

Meningitis-Ausbruch in Togo

In dem westafrikanischen Staat Togo ist es zu einem Ausbruch der Krankheit Meningitis gekommen. Die Krankheit wurde zunächst in der Region Kara festgestellt, betrifft jetzt aber auch die Regionen Centrale und Savanes im Norden. Über 60 Prozent der erkrankten Personen sind Kinder.

Die Krankheit Meningitis ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, der Hüllen des zentralen Nervensystems. Sie kann durch Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen verursacht werden. Die bakterielle Meningitis ist sehr ernst zu nehmen, da der Krankheitsverlauf innerhalb weniger Stunden lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann und eine Infektion ein hohes Sterberisiko bedeutet. Obwohl sich die meisten Menschen von der Infektion erholen, kann sie schwerwiegende Komplikationen wie Hirnschäden, Hörverlust oder Lern-Behinderungen hervorrufen.

Über die Hälfte der Erkrankten sind Kinder

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der in den Distrikten gesammelten Informationen gab es bis zum 24. Februar 2016 bereits 666 festgestellte Meningitis-Fälle, von denen 57 tödlich endeten. Diese Zahlen beinhalten 94 Erkrankungen und 15 Todesfälle in der Zentralregion, wo sich auch ein Programmgebiet von Plan International befindet. Die ersten Meningitis-Fälle wurden im Januar 2016 bekannt, seitdem steigen die Zahlen an. 65 Prozent aller Erkrankten sind Kinder.

Plan hilft Betroffenen


Plan International hat umgehend gesundheitliche Notfallmaßnahmen ins Leben gerufen. Kleinkinder jünger als fünf Jahre, Jugendliche und junge Erwachsene sind am meisten von einer Infektion gefährdet. Deswegen priorisiert Plan International ihre Bedürfnisse.

Meningitis ist höchst ansteckend und tödlich, kann jedoch bei rechtzeitiger Diagnose behandelt werden. Die Bakterien werden von Person zu Person durch Tröpfcheninfektion übertragen. Übliche Symptome sind ein steifer Nacken, hohes Fieber, Lichtempfindlichkeit, Verwirrung, Kopfschmerzen und Erbrechen. Sie entwickeln sich meistens innerhalb von drei bis sieben Tage nach der Ansteckung. Innerhalb von Stunden kann es von leichten grippeähnlichen Beschwerden zu einer massiven Verschlechterung des Gesundheitszustandes bis hin zum Tod kommen. Daher kann die Kenntnis der typischen Symptome lebensrettend sein.

Aufklärung hilft, Leben zu retten

Die Angst vor dem Unbekannten und unzureichende Informationen über angemessene Handlungen verschlimmern die Situation oft. Die Behandlung ist momentan kostenfrei und Plan International ruft Menschen mit einer möglichen Infektion auf, in das nächste Gesundheitszentrum zu gehen. Das Kinderhilfswerk arbeitet gemeinsam mit seinen Partnergemeinden in Togo daran, Informationen zeitnah und korrekt weiterzugeben. Zudem unterstützt das Team die Gesundheitsbehörden bei ihrer Arbeit der Prävention, Diagnose und Behandlung von Meningitis. So hat Plan International Togo 5.000 Impfstoffe sowie logistische Unterstützung zur Verfügung gestellt, welche ermöglichen, auch die am weitesten entfernten Gemeinden zu erreichen.

Plan International Togo ist Teil des nationalen Krisenstabs in Togo und koordiniert seine Hilfsmaßnahmen mit der Regierung und weiteren Partnern. Dabei fokussiert sich das Kinderhilfswerk auf eine Kampagne zur Aufklärung und sozialen Mobilisation, die Unterstützung der Impfkampagne sowie eine epidemiologische Überwachung der Krankheit.


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