Der Wunsch nach kleineren Familien ist auch in vielen Entwicklungsländern vorhanden, doch dort fehlt es an Angeboten zur Familienplanung. © Plan
Der Wunsch nach kleineren Familien ist auch in vielen Entwicklungsländern vorhanden, doch dort fehlt es an Angeboten zur Familienplanung. © Plan
01.09.2015

Lateinamerika: Studie zu früher Mutterschaft vorgelegt

Jugendschwangerschaften sind ein gesellschaftliches Problem, weil sie den Kreislauf aus Armut und unzureichender Bildung begünstigen. Prekär ist die Situation in Lateinamerika. Häufige Teenager-Schwangerschaften unterbrechen dort die Schullaufbahn junger Frauen oder beenden diese sogar.

Besonders in den zentralamerikanischen Ländern wird jede dritte Frau vor ihrem 20. Lebensjahr Mutter, viele sind unter 15 Jahre alt. Plan International führte in Zusammenarbeit mit Unicef in sechs Ländern eine Studie über die Hintergründe von früher Mutterschaft durch. Ergebnis: Unzureichende sexuelle Aufklärung in Schulen und Familien sowie fehlende präventive Maßnahmen begünstigen Jugendschwangerschaften.

Verhütungsmitteln sind gesellschaftlich wenig akzeptiert und sexueller Missbrauch bleibt oft ungesühnt. Plan wird über seine Programme zum Beispiel die Sexualerziehung in den Schulen verstärken. Schutzmechanismen gegen Missbrauch werden ausgebaut, Eltern sensibilisiert und Jugendliche auf verschiedenen Ebenen eingebunden.

Plan International arbeitet in zwölf lateinamerikanischen Ländern. 500 Millionen Menschen leben in Lateinamerika. Nahezu die Hälfte der Bevölkerung ist von Armut betroffen. Die Probleme sind hauptsächlich die ungenügende Versorgung mit qualitativen Nahrungsmitteln, die hohe Arbeitslosigkeit und die Benachteiligung von Frauen und Mädchen.


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