Diskutierten die Jugendbeteiligung in der Entwicklungszusammenarbeit (v.l.): Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger, Plan-Botschafterin Dana Golombek, Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, GIZ-Leiterin Karin Kortmann und Wadzanai Motsi-Khatai vom EU-Africa Youth Lab. © © Thomas Trutschel / photothek.net
Diskutierten die Jugendbeteiligung in der Entwicklungszusammenarbeit (v.l.): Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger, Plan-Botschafterin Dana Golombek, Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, GIZ-Leiterin Karin Kortmann und Wadzanai Motsi-Khatai vom EU-Africa Youth Lab. © © Thomas Trutschel / photothek.net
12.10.2018

Junge Menschen sind bereit

„Gespräche zur internationalen Zusammenarbeit“ thematisierten Jugendbeteiligung in der Entwicklungszusammenarbeit und politische Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen.

Derzeit sind etwa 1,8 Milliarden Menschen auf der Welt im Alter zwischen 10 und 24 Jahren. Viele von ihnen leben in Entwicklungsländern, in denen sie zum Teil die Mehrheit der Bevölkerung stellen. Dennoch haben Jugendliche, insbesondere Mädchen und junge Frauen, oftmals keinen oder kaum Einfluss auf gesellschaftliche Normen und politische Rahmenbedingungen, die ihre Lebens-umstände bestimmen.

Anlässlich des Welt-Mädchentags am 11. Oktober diskutierten die Parlamentarische Staatssekre-tärin Dr. Maria Flachsbarth und Dana Golombek, Schauspielerin und Plan-Botschafterin, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gespräche zur internationalen Zusammenarbeit“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) über Jugendbeteiligung in der Entwicklungszusammenarbeit und politische Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen.

„Jungs und Männer müssen verstehen, dass sich etwas ändern muss“, sagte Dana Golombek, die von ihren Reisen in Plan-Projekte berichtete und schilderte, welchen positiven Effekt es für alle habe, wenn Kinder und Jugendliche aktiv beteiligt würden. Dr. Maria Flachsbarth verwies auf den Aktionsplan zur Jugendbeteiligung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - „Agents of Change“ - und betonte, dass in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sehr darauf geachtet werde, welche Rolle Mädchen und Frauen spielten. Es sei aber auch „noch Luft nach oben“, was die Beteiligung junger Frauen und Männer angehe.

In einem Gastbeitrag forderte  Wadzanai Motsi-Khatai, Gründerin von The African Democracy Experiment, dazu auf, dass die Stimme junger Menschen gehört werden und ihnen wirkliche Partizipation ermöglicht werden müsse. Motsi-Khatai: „Junge Frauen sind bereit, den afrikanischen Kon-tinent zu verändern“.

Eine Voraussetzung dafür sei jedoch, ungleiche Machtstrukuten und Geschlechter- sowie Altersstereotype zu überwinden. „Wir haben nicht mehr so viel Zeit“, warnt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland, zum Abschluss der Veranstaltung.

Plan International fordert deshalb mit der neuen Kampagne #GirlsGetEqual echte Gleichberechtigung - und zwar jetzt. Dazu braucht es neben politischen auch finanzielle Bekenntnisse seitens der Bundesregierung.


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