"Ersetzt Messer und Klingen durch Stifte und Bücher" steht auf diesem Schild.
25.11.2014

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

In Hamburg hat laut einer Umfrage von Plan gut ein Drittel (39 Prozent) der Migrantinnen und Migranten aus Subsahara-Afrika ihre Wurzeln in Familien, die weibliche Genitalverstümmelung praktizieren. Mindestens 30 Prozent der befragten Frauen sind beschnitten.

Ziel des zweijährigen EU-Projekts CHANGE ist es, betroffene Migrantengruppen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden zu stärken, damit sie sich für die Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung einsetzen.

In Hamburg wurden einflussreiche Schlüsselpersonen aus Migrantengruppen, in denen weibliche Genitalverstümmelung weit verbreitet ist, zu so genannten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet. Das sind zum Beispiel Repräsentantinnen von Frauengruppen oder sozial angesehene Persönlichkeiten. Sie engagieren sich in ihren „communities“ gegen weibliche Genitalverstümmelung, wollen einen Bewusstseinswandel anstoßen und erarbeiten hierfür einen Aktionsplan. Beispiele für Aktivitäten sind Dialogveranstaltungen mit Frauengruppen, Gespräche in Moscheen, Vorträge oder Beratungen, die längerfristig zu einer Verhaltensänderung führen sollen.

Heute, am Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, wird das Projekt auf 3sat in der Sendung Nano um 18.30 Uhr vorgestellt.


Interessant? Weitersagen: