Viele Bewohner haben ihre Häuser verloren und trauen sich aus Angst vor Nachbeben nicht zurück. © Plan
Viele Bewohner haben ihre Häuser verloren und trauen sich aus Angst vor Nachbeben nicht zurück. © Plan
14.12.2016

Indonesien: Plan International startet Hilfe in Erdbebengebieten

Das Kinderhilfswerk Plan International hat nach dem Erdbeben, das am 7. Dezember die Provinz Aceh erschütterte, mit den Hilfsmaßnahmen begonnen.

Beim dem Beben kamen nach Angaben der Regierung mehr als hundert Menschen ums Leben, tausende verloren ihr Heim und leben nun in provisorischen Unterkünften. „Wir arbeiten mit lokalen Behörden zusammen und verschaffen uns einen Überblick über das Ausmaß der Zerstörung“, sagt Irsyad Hadi von Plan International Indonesien. „Vor allem die Kinder brauchen nun schnell Unterstützung. Darauf legen wir jetzt unseren Fokus.“

Insbesondere fehlt es an sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Ausrüstung, Hygienematerialen und Baumaterial für Notunterkünfte. „Die medizinische Versorgung ist begrenzt. Viele Familien warten stundenlang auf Hilfe. Viele leben derzeit in offenen Unterkünften und brauchen dringend Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen, damit sich keine Krankheiten verbreiten“, sagt Hadi.

Dutzende Schulen wurden durch das Beben zerstört. Viele Kinder können deswegen ihre Schulbildung nicht fortsetzen und verlieren dadurch auch ihren geregelten Tagesablauf, der ihnen Sicherheit und Schutz bietet.

Aceh liegt im Norden der Insel Sumatra und ist besonders erdbebengefährdet. Weihnachten 2004 hatte ein durch ein Seebeben ausgelöster Tsunami allein in Indonesien mehr als 170.000 Menschen getötet. Zehntausende weitere Menschen starben in anderen betroffenen Staaten, darunter Thailand, Sri Lanka und Indien.


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