Seit Juni 2012 kommt es in Myanmar immer wieder zu Ausschreitungen. Die Lage bleibt angespannt. © Kaung Htet/Plan
Seit Juni 2012 kommt es in Myanmar immer wieder zu Ausschreitungen. Die Lage bleibt angespannt. © Kaung Htet/Plan
01.06.2015

Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge in Myanmar

Ethnische Spannungen befeuern seit Jahren einen bewaffneten Konflikt im Norden Myanmars. Zehntausende Menschen sind vor den Kämpfen auf der Flucht. Plan International unterstützt seit 2013 die Binnenflüchtlinge in dem Vielvölkerstaat – und weitet nun sein Engagement mit Hilfe der Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO) aus.

Der Konflikt zwischen der "Kachin Independence Army" (KIA) und den regulären Streitkräften Myanmars im Bundesstaat Kachin brach 2011 erneut aus. Im Februar 2015 verschärften sich die Kämpfe in Kachin und dem nördlichen Shan Staat und fast 100.000 Menschen sind auf der Flucht. Die Hälfte davon hat sich in schwer erreichbaren, nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten in Sicherheit gebracht. Plan International ist trotz dieses „chronischen Notstands“ für die Flüchtlinge mit humanitärer Hilfe aktiv. Das Kinderhilfswerk beschäftigt fast ausschließlich lokales Personal und ist mit seiner neutralen politischen Position zu einem wichtigen Akteur für das Leben und Überleben von Flüchtlingsfamilien geworden.

Ein Schwerpunkt von Plans Arbeit liegt beim Kinderschutz in den Flüchtlingslagern im Norden Myanmars. Mädchen und Jungen sind unter den gegebenen Umständen besonders den Gefahren von Kinderhandel, Rekrutierung als Kindersoldaten oder früher Heirat und Schwangerschaft ausgesetzt. Viele erleiden psychosoziale Traumata durch Vertreibung und anhaltende Kämpfe. Die Familien leben ständig in der Gefahr, in ein vermintes Gebiet zu geraten.

Kinder weltweit gefährdet

Mit Hilfe der Initiative "Children of Peace" leistet Plan Myanmar in zehn Flüchtlingslagern humanitäre Hilfe. Das Kinderhilfswerk verbessert die Bildungschancen für Grundschülerinnen und Grundschüler und bietet sogenannte "Life Skills"-Trainings für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren an. Dabei werden die Jugendlichen in reproduktiver Gesundheit, Medienkompetenz, Schutz vor Menschenhandel und den Gefahren von Minen sowie im Landrecht geschult. Plan stärkt außerdem den Kinderschutz, zum Beispiel durch Schulungen zur Konfliktlösung, die Sensibilisierung der Lehrkräfte sowie den Aufbau von Mädchenclubs und leistet psychosoziale Unterstützung. Insgesamt profitieren 11.508 von Gewalt und Ausbeutung bedrohte Kinder und Jugendliche von dem konfliktsensiblen Vorhaben.

Von den gewaltsamen Konflikten und ihren Folgen sind Kinder weltweit besonders betroffen. Das erkannte auch die Europäische Union (EU), die 2012 mit dem Friedensnobelpreis für ihr Engagement zur friedlichen Entwicklung gewürdigt wurde. Die Preisgelder investierte die EU in die Initiative "Children of Peace", die Projekte der humanitären Hilfe in Konfliktregionen unterstützt. Plan International wie auch die Initiative "Children of Peace" unterstützten Kinder dabei, Zugang zu einem sicheren Lernumfeld zu bekommen oder durch psychosoziale Angebote traumatische Kriegserlebnisse aufarbeiten zu können.

Mit dem Nothilfe-Fonds finanziert Plan die Soforthilfe nach Naturkatastrophen oder in Krisensituationen. Ihre Spende hilft, die Kinder in akuten Notsituationen zu schützen:

Plan International Deutschland e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE92251205100009444933
BIC: PP Nothilfe-Fonds

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