Wegen des heftigen Regens riefen die chinesischen Behörden landesweit die zweithöchste Alarmstufe "Orange" aus. © Plan
Wegen des heftigen Regens riefen die chinesischen Behörden die zweithöchste Alarmstufe "Orange" aus. © Plan
11.07.2016

Heftige Überschwemmungen in China

Millionen Chinesen in mehreren Provinzen sind vom Hochwasser betroffen. Vor allem in Südchina hatte es gut eine Woche lang heftig geregnet. Plan schickt Hilfsteams in die beiden am schlimmsten betroffenen Gebiete Hunan and Anhui.

Amtlichen Angaben zufolge sind bei den Unwettern in China seit dem 30. Juni über 160 Menschen ums Leben gekommen. Hagelstürme, Überschwemmungen und Erdrutsche richten schwere Schäden an. Mehr als 26,8 Millionen Menschen sind von der Naturkatastrophe betroffen. Rund 1,8 Millionen Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Plans Programmgebiete und Gemeinden, in denen Patenkinder leben, sind nicht betroffen.

„Überall wo wir auch hinkamen, war Getreide überschwemmt, Straßen schwer zerstört und die Häuser waren entweder in sich zusammengebrochen oder aber schwer beschädigt", sagt Zhang Qi, von Plan International China. Er ist Teil des Nothilfe-Teams in der Provinz Anhui, im Bezirk Jinzhai.

In den Provinzen Anhui und Hunan plant Plan International die Verteilung von Hygieneartikeln, Schulmaterial und Haushaltsgegenständen an Tausende von Familien und Kindern. Viele von ihnen wurden vertrieben und leben derzeit in offenen Hütten oder vorübergehenden Zeltlagern.

Plan International wird Kinderschutzzentren einrichten. Mädchen und Jungen erhalten dort Zugang zu Lernmaterialien, können Freizeitspiele spielen, Zeit mit ihren Freunden verbringen und erhalten Unterstützung in einem sicheren Umfeld.

"Wir sind besonders besorgt über die Sicherheit und das Wohlbefinden von Kindern, insbesondere denjenigen, die zu Hause oder in den öffentlichen Zeltlagern alleine gelassen werden. Es sind derzeit Sommerferien. Schulen sind geschlossen oder werden als Notunterkünfte genutzt. Wir haben festgestellt, dass Kinder oft alleine und unbeaufsichtigt gelassen werden ", sagt Zhang Hongman, Mitarbeiterin von Plan International China.

"Unser Haus war überflutet und wir können dort nicht mehr leben", sagt Xiao He, ein zehnjähriges Mädchen. Meine Eltern haben mir gesagt, dass es unsicher ist, nach draußen zu gehen. Ich muss also den ganzen Tag drinnen in unserem vorübergehenden Zuhause bleiben und kümmere mich um meinen jüngeren Bruder", sagt sie.


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