Mädchen werden auf vielfältige Weise benachteiligt, diskriminiert und stehen oft Gewalt schutzlos gegenüber. © Plan
Mädchen werden auf vielfältige Weise benachteiligt, diskriminiert und stehen oft Gewalt schutzlos gegenüber. © Plan
18.05.2015

Gewalt gegen Mädchen in Schulen muss gestoppt werden

Anlässlich des World Education Forums vom 19.-23. Mai in Korea ruft das Kinderhilfswerk Plan International die Regierungen dazu auf, den Kampf gegen geschlechtsbezogene Gewalt stärker in den Fokus zu rücken.

Rund um den Globus leiden Mädchen und junge Frauen unter Vergewaltigungen, Diskriminierung und Nötigung in Schulen - einer der Hauptgründe dafür, dass sie ihr Recht auf Bildung nicht nutzen können. Leere Schulzimmer, Toiletten und Korridore und auch Schulwege sind unsichere Orte für Mädchen. Es gibt Fälle, in denen Mädchen von ihren Lehrern zum Geschlechtsverkehr gezwungen oder durch Androhung von schlechten Noten erpresst werden. Die schwerwiegenden Folgen dieser auf traditionellen Rollenbildern und Geschlechtsstereotypen basierenden Gewalt sind nicht nur fehlende Bildungschancen, sondern auch körperliche und seelische Schäden.

Plan organisiert bei dem World Education Forum im Rahmenprogramm eine Veranstaltung zu geschlechterbasierter Gewalt an Schulen. Darüber hinaus sind vier Mädchen aus Pakistan und den Philippinen Teil der Delegation von Plan. Sie nehmen an verschiedenen Gesprächsrunden teil und diskutieren mit Politikern und Entscheidungsträgern über die Problematik der geschlechtsbasierten Gewalt.

Auf dem World Education Forum der Vereinten Nationen (UN) will sich die internationale Gemeinschaft auf die globalen Bildungsziele im Post-2015-Prozess einigen. Plan International Deutschland fordert, dass die neuen Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) sicherstellen, dass alle Kinder eine kostenlose, gleichberechtigte, hochwertige, inklusive Grund- und Sekundarbildung in einem sicheren und unterstützenden Lernumfeld erhalten. Dies sollte mit einem Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit und unter Einbeziehung der am meisten Benachteiligten geschehen.


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