v.l.n.r.: Marion Lieser, Geschäftsführerin Oxfam Deutschland, Claudia Roth, Schirmfrau des Events & Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, S.E. Momar Gueye, Botschafter von Senegal in Deutschland, I.E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin von Frankreich in Deutschland Alice Albright, CEO Globale Bildungspartnerschaft, Stephan Exo-Kreischer, Direktor ONE Deutschland. © © Jonas Walzberg for Global Citizen
v.l.n.r.: Marion Lieser, Geschäftsführerin Oxfam Deutschland, Claudia Roth, Schirmfrau des Events & Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, S.E. Momar Gueye, Botschafter von Senegal in Deutschland, I.E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin von Frankreich in DeutschlandAlice Albright, CEO Globale Bildungspartnerschaft, Stephan Exo-Kreischer, Direktor ONE Deutschland. © © Jonas Walzberg for Global Citizen
12.12.2017

Gemeinsam die Bildungskrise beenden

264 Millionen Kinder auf der Welt gehen nicht zur Schule. Das NGO-Netzwerk Global Citizen und die Globale Bildungspartnerschaft GPE fordern deshalb von der Bundesregierung, 100 Millionen Euro im Jahr zur Verfügung zu stellen, damit alle Kinder weltweit die Chance auf Bildung erhalten.

Um auf die weltweite Bildungskrise aufmerksam zu machen, richtete Global Citizen gemeinsam mit der Globalen Bildungskampagne (GBK), Plan International Deutschland und anderen Hilfsorganisationen gestern die Veranstaltung „Unplugged im Bundestag - Für mehr Bildungschancen weltweit“ zur Unterstützung der Globalen Bildungspartnerschaft (GPE) aus. Mit dabei waren auch die Sängerin Namika („Lieblingsmensch“) und Eurovision-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut sowie GPE-Geschäftsführerin Alice Albright. Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth unterstützte den Event als Schirmfrau.

„264 Millionen Mädchen und Jungen besuchen keine Schule. Millionen, die zwar eine Schule besuchen, lernen weder schreiben noch rechnen. Besonders benachteiligt sind Mädchen sowie Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Das ist ein Missstand, der mit der nötigen Finanzierung behoben werden kann”, sagt Carolin Albrecht, Leiterin von Global Citizen Deutschland.

Jan-Thilo Klimisch (CBM), Sprecher der Globalen Bildungskampagne, sieht die Schuld dafür auch in der Politik: „Die Bundesregierung macht sich mitschuldig an der globalen Bildungskrise, denn sie hat in den vergangenen Jahren ihre Unterstützung für Grundbildung verringert. Das ist genau der falsche Weg, wenn man Benachteiligte und Diskriminierte besser erreichen möchte. Dass es noch keine neue Regierung gibt, darf keine Entschuldigung dafür sein, sich bei der anstehenden Finanzierungskonferenz einfach weg zu ducken.”

Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen, zu denen auch Plan International Deutschland gehört, fordert die Bundesregierung daher auf, ihre Mittel für die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) auf der Finanzierungskonferenz am 2. Februar 2018 in Dakar, Senegal, von derzeit 7 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro jährlich zu erhöhen.

Ohne Zugang zu Bildung gibt es keine Zukunftschancen für Millionen von Kindern und Jugendlichen – besonders auf dem afrikanischen Kontinent. Mädchen sowie Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sind hierbei am stärksten benachteiligt. Die Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft weisen deutlich darauf hin, dass Investitionen in Bildung Perspektiven vor Ort schaffen und damit auch in die globale Stabilität und Sicherheit einzahlen.

Ein erster großer Schritt auf dem Weg dorthin ist bereits getan: Die Europäische Kommission hat am vergangenen Dienstag bereits 287,5 Millionen Euro für den Zeitraum 2018-2020 für die Arbeit der GPE zugesagt. Dies entspricht einer Mittelerhöhung von 100 Millionen Euro. Ein positives Signal, dem die deutsche Regierung dringend folgen muss. Dieser Meinung ist auch Claudia Roth, Vizepräsidentin des Bundestags: „Bildung ist Voraussetzung für eine friedlichere Zukunft und eine gerechte nachhaltige Entwicklung. Deutschland muss sich viel stärker für inklusive Grundbildung weltweit engagieren.“


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