Danke der schnellen Reaktion der Gemeinde können die Schülerinnen und Schüler bereits wieder in die Schule gehen.
23.09.2014

Gemeinde in Bangladesch schützt Schule vor Überschwemmung

Als in einer Gemeinde im Programmgebiet Lalmonirhat eine Überschwemmung die lokale Schule bedroht, handeln das Schulverwaltungskomitee und die Gemeindemitglieder sehr schnell. Sie bauen innerhalb von 48 die Schule ab, sichern die Bau- und Schulmaterialien vor dem Wasser und errichten sie an einer sicheren Stelle neu.

Gemeindemitglieder beobachteten, dass der Teetsa-Fluss ungewöhnlich schnell und stark anstieg. Sie erkannten, dass die vor 66 Jahren errichtete Grundschule im Dünenbereich des Flusses in Gefahr war, weggerissen zu werden. Die Schule bestand aus Blech und Bambus und war deshalb nicht massiv genug, um den Wassermassen Stand zu halten. Als der Fluss die Gefahrenstufe überschritt handelten das Schulverwaltungskomitee und die Gemeindemitglieder schnell: Sie bauten die Schule Stück für Stück ab und brachten die Einzelteile in einen vor Überschwemmungen geschützten Bereich. Dort stapelten sie neben den Baumaterialien auch Bücher, Papier, Stühle, Tische und Bänke.

Die Gemeinde war vorbildlich auf die Situation vorbereitet. Zwei Tage nach der Überschwemmung war ein Teil der Schule 600 Meter von der ursprünglichen Position behelfsmäßig wieder aufgebaut. Zehn Tage nach der Überschwemmung standen drei Klassenräume wieder zur Verfügung und die 160 Schülerinnen und Schüler konnten wieder zur Schule gehen.

Die schnelle Reaktion der Gemeinde ist das Ergebnis eines Katastrophenschutzprogrammes, welches Plan Bangladesch in 14 Schulen der Region umgesetzt hat. „Wir haben uns an den Plan gehalten, den wir vor Monaten erstellt hatten“, erklärt Enamul Haque, Vorsitzender des Schulverwaltungskomitees. Ziel des Katastrophenschutzprogrammes war es, die Gemeinden über Gefahrensituationen aufzuklären und sie besser auf diese vorzubereiten. Kinder, Lehrkräfte und Schulverwaltungskomitees wurden in das Programm einbezogen. Es wurde Bewusstsein dafür geweckt, wie wertvoll Frühwarnsysteme, Katastrophenschutzübungen und erste Hilfe sind.

Die Gemeinde am Teetsa-Fluss hat nicht nur die Bedeutung von Katastrophenschutz für sich erkannt, sondern auch die bedeutende Rolle von Bildung für Kinder. Plan unterstützt die Gemeinde in ihren Bemühungen: Die Schule wurde mit zusätzlichen Bau- und Lernmaterialien ausgestattet, außerdem wurde eine Latrine errichtet. Die Kinder erhalten zudem auch psychosoziale Unterstützung.


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