Um Armut zu bekämpfen, sind Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen sowie Bildung für Jungen und Mädchen gleichermaßen die wichtigsten Faktoren. Plan International / Anika Buessemeier
Um Armut zu bekämpfen, sind Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen sowie Bildung für Jungen und Mädchen gleichermaßen die wichtigsten Faktoren. Plan International / Anika Buessemeier
06.07.2017

G20 müssen in Zukunft von Mädchen investieren

Plan International ruft anlässlich des G20-Gipfels die Staats- und Regierungschefs dazu auf, die Investitionen in Bildung zu erhöhen, damit auch Mädchen ihr Recht auf eine gute Bildung wahrnehmen können.

Rund 15 Prozent der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit sollten für Bildung zur Verfügung stehen, fordert die Kinderhilfsorganisation. Nur so kann Armut nachhaltig bekämpft werden. Bessere Bildung von Mädchen und Frauen führt nicht nur zu einer gerechteren Welt, sondern auch zu mehr Wirtschaftswachstum: Jedes zusätzliche Jahr auf der Sekundarschule erhöht das spätere Einkommen eines Mädchens um bis zu 20 Prozent.

Konkret sollten die G20 die Finanzierung der Globalen Partnerschaft für Bildung (GPE) auf jährlich zwei Milliarden Dollar bis 2020 anheben und ihre Unterstützung für die GPE bei der bevorstehenden Wiederauffüllungskonferenz erhöhen. Die G20 sollten den “Education can not wait“- Fonds vollständig finanzieren.

130 Millionen Mädchen weltweit besuchen derzeit keine Schule. Wenn jetzt keine Maßnahmen ergriffen werden, haben mehr als 400 Millionen Mädchen bis 2030 keine Chance, eine weiterführende Schule zu besuchen. "Anlässlich des Gipfels bitten wir die G20-Nationen, die Bedeutung der Bildung anzuerkennen und die Finanzierungslücke zu schließen", sagt Anne-Birgitte Albrectsen, CEO von Plan International. "Die Schule ist nicht nur für die berufliche Laufbahn wichtig - sie kann dazu beitragen, Glauben, Werte und Visionen zu fördern. Bildung kann auch negative soziale Normen und Ungleichheit zwischen den Geschlechtern bekämpfen."

Diese Forderungen sind Teil der globalen Kampagne #WeAreTheNext von Plan International.

Bereits im Vorfeld des G20-Gipfels trug Plan International Deutschland beim C20-Gipfel - dem Treffen der Zivilgesellschaft - aktiv zum politischen Dialog mit den G20-Repräsentanten bei. Die C20 sind ein Zusammenschluss nationaler und internationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen. Unter diesem Dach hat Plan International den Ko-Vorsitz der Arbeitsgruppe zu Ungleichheit, Geschlechtergerechtigkeit und sozialer Sicherung übernommen.

„Wir schätzen das Engagement der G20 für eine nachhaltige Entwicklung “, sagte Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. "Es ist ein bedeutendes Signal, dass die Zivilgesellschaft in diesen Prozess involviert ist. Besonders wichtig ist, dass die Stimmen von Mädchen in diesem einflussreichen Forum gehört werden. Die G20-Regierungschefs dürfen nicht ignorieren, dass Bildung ganz elementar ist, um Gleichheit und Gerechtigkeit für Millionen von Mädchen zu erreichen. Durch qualitativ hochwertige Ausbildung können sie ihr Leben und ihre Gemeinschaften wirklich verwandeln.“

Um die Kampagne #WeAreTheNext zu unterstützen, besuchen Sie https://plan-international.org/WeAreTheNext


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