Tausende Menschen wurden obdachlos und sind nun auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser angewiesen. © Plan
Tausende Menschen wurden obdachlos und sind nun auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser angewiesen. © Plan
25.04.2016

Erdbeben in Ecuador: Schutz für Kinder

Das Kinderhilfswerk Plan International hat damit begonnen, Hilfe für die am stärksten vom Erdbeben betroffenen Gemeinden in Ecuador bereitzustellen. Bei dem Erdbeben, das am 16. April die Westküste des nördlichen Ecuadors mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala erschütterte, kamen mehr als 500 Menschen ums Leben.

Die erste Phase der Katastrophenhilfe wird 75.000 Menschen, die Hälfte davon Kinder, in der Provinz Manabi erreichen. Die Teams der Humanitären Hilfe von Plan International sind zurzeit in Manabi, um Schäden zu bewerten und Gemeinden zu identifizieren, die am meisten Hilfe benötigen. In den ersten Wochen nach dem Erdbeben verteilt Plan International Lebensmittel, Haushaltswaren, Decken und Matratzen sowie Ausstattungen für die persönliche Hygiene und der Wasseraufbereitung.

Das Kinderhilfswerk konzentriert sich vor allem auf die Sicherheit und den Schutz von Kindern. Dazu werden Kinderschutzzonen und temporäre Lernzentren eingerichtet, in denen Mädchen und Jungen an Sport, Musik, Kunst und anderen spielerischen Aktivitäten teilnehmen. Sie sollen ihnen dabei helfen, wieder ein Gefühl der Normalität zu erlangen. „Kinder sind am stärksten von dieser Katastrophe betroffen. Deswegen ist es von größter Bedeutung, schnell und effizient zu arbeiten, um den Mädchen und Jungen bei ihrer Stressbewältigung und bei dem, was sie durchgemacht haben, zu helfen. Außerdem müssen wir ihnen einen Raum geben, in dem sie sich in einer sicheren und geschützten Umgebung zum Ausdruck bringen können“, sagt Rossana Viteri, Länderdirektorin von Plan international Ecuador.

Die kinderfreundlichen Orte werden auch dafür verwendet, um Eltern über Gesundheit und Hygiene, sanitäre Anlagen und die allgemeine Sicherheit, ebenso wie über die Sicherheit ihrer Kinder, zu schulen. Darüber hinaus wird die Organisation 11.000 schwangere Frauen und 9.500 Neugeborenen in der ersten Reaktionsphase unterstützen. „Plan International hat eine direkte und persönliche Beziehung zu den Mädchen und Jungen in den Gemeinden in Manabi. Wir kennen die Familien dort, weil wir seit vielen Jahren in diesem Gebiet tätig sind. Wir haben ein starkes Verhältnis zu den Menschen dort und dies hilft uns bei der effektiven Bereitstellung von Hilfe“, sagt Viteri.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort arbeiten daran, so schnell wie möglich gesicherte Informationen über Patenkinder und ihre Familien zu erhalten. Aufgrund der aktuellen Lage ist derzeit kein Postversand möglich. Bereits an uns gesandte Briefe an die Patenkinder werden bei uns im Hamburger Büro gesammelt und schnellstmöglichst weitergeleitet, sobald dies möglich ist.

Plan International ruft zur Nothilfe für die humanitäre Hilfe der Erdbeben betroffenen Gemeinden in Ecuador auf.


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