Die Lebensgrundlagen vieler Familien werden durch den starken El Niño zerstört. ©Plan
Die Lebensgrundlagen vieler Familien werden durch den starken El Niño zerstört. ©Plan
05.02.2016

El Niño: Plan International fordert schnelle Hilfe für Äthiopien

In Äthiopien herrscht die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Bereits jetzt sind über 10 Millionen Menschen in dem ostafrikanischen Land auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Plan International fordert die Bundesregierung auf, schnell zusätzliche Mittel für die Nothilfe in Äthiopien zur Verfügung zu stellen. Nur so kann es gelingen, die lebensbedrohlichen Folgen dieser Dürre insbesondere für Kinder noch rechtzeitig abzuwenden.

„Der starke El Niño zerstört die Lebensgrundlage vieler Familien“, sagt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. „In sechs von neun Regionen des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas sind die letzten beiden Regenzeiten fast vollständig ausgeblieben, die Ernten sind miserabel und Vorräte aufgebraucht. Die betroffenen Gemeinden benötigen umgehend Unterstützung. Vor allem Kinder sowie Schwangere sind von Hunger bedroht. Ihnen gilt das Hauptaugenmerk von Plan.“

Zusätzlich zu seinen regulären Entwicklungsprogrammen hat Plan International ein umfassendes Soforthilfe-Programm in Äthiopien gestartet. Im Januar wurden rund 50.000 Mädchen und Jungen sowie schwangere Frauen in den Bundesstaaten Amhara, Oromia und SNNPR mit dringend notwendiger Nahrung versorgt. Bis Ende 2016 wird das Kinderhilfswerk therapeutische Nahrung für Säuglinge und Kleinkinder, Trinkwasser und Lebensmittel verteilen. Bedürftige Familien erhalten dürreresistentes Saatgut und Futtermittel. Außerdem werden etliche Gesundheitszentren unterstützt und Gesundheitspersonal im Umgang mit unterernährten Kindern geschult.

Weltweit sind 16 Partnerländer der Kinderhilfsorganisation von den Folgen des El Niño betroffen. In Paraguay hat Plan International nach den Überschwemmungen kinderfreundliche Bereiche in Notunterkünften eingerichtet. Dort werden Mädchen und Jungen betreut und sind vor Missbrauch geschützt. Das Kinderhilfswerk wird auch temporäre Schulen einrichten und engagiert sich in der Bekämpfung von Krankheiten wie dem Denguefieber und der Ausrottung des Zika-Virus.


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