In 2012 hat Plan 7,6 Millionen Moskitonetze in Burkina Faso verteilt. © Nyani Quarmyne/Plan
In 2012 hat Plan 7,6 Millionen Moskitonetze in Burkina Faso verteilt.© Nyani Quarmyne/Plan
24.04.2015

Ehrenamtliche sind unerlässlich im Kampf gegen Malaria

Zum Welt-Malaria-Tag am 25. April betont das Kinderhilfswerk Plan International die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen. Insbesondere in Malariagebieten ohne Infrastruktur kann nur durch die lokalen Helferinnen und Helfer eine ausreichende Malariavorsorge gewährleistet werden.

Die Unterstützung auf lokaler Ebene hilft bei dem Zugang zu Malariatests und der effektiven Behandlung mit dem Medikament ACT (Artemisinin-based Combination Therapy). „Die Freiwilligen haben enorm dabei geholfen, ein besseres Verständnis in der Bevölkerung dafür zu schaffen, wie wichtig eine schnelle Behandlung ist, nachdem die ersten Symptome der Krankheit auftreten. Neben der Sensibilisierung werden imprägnierte Moskitonetze und Medikamente verteilt“, erklärt Moussa Sarr, Gesundheitsexpertin des Plan-Länderbüros in Westafrika.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass die verbesserten Schutzmaßnahmen zwischen 2001 und 2013 zu etwa 4,3 Millionen weniger Todesfällen durch Malaria geführt haben.
Trotzdem sterben in Afrika durch Malaria noch immer eine halbe Million Menschen jährlich an der Tropenkrankheit, die von Stechmücken übertragen wird. Malaria ist auch der Hauptgrund für die hohe Kindersterblichkeit. Erschwerend kommt hinzu, dass der Ausbruch von Ebola eine negative Einfluss auf die Arbeit gegen das Malariavirus hat.

Plan hat bereits in den frühen 1990er Jahren mit der Bekämpfung von Malaria begonnen und bekam für seinen langfristigen Einsatz 2013 den Roll Back Malaria Award. Da bisher kein Impfstoff gegen die oft tödlich endende Krankheit existiert, bleibt als effektivster Schutz nur, das Risiko einer Malariaerkrankung zu senken, indem Insektenstiche vermieden werden. Plan arbeitet derzeit in zwölf westafrikanischen Ländern zusammen mit Regierungen, anderen Nichtregierungsorganisationen und Gemeinden daran, Moskitenetze als Schutz zu verteilen. In den vergangenen sieben Jahren konnten über 30 Millionen dieser Netze verteilt werden.

Durch die Verbreitung der Netze und die präventive Behandlung mit Medikamenten für Schwangere konnte die Zahl der Säuglingssterblichkeit in den von Malaria betroffenen Ländern um 18 Prozent gesenkt werden. In Burkina Faso hat Plan 8.000 Gesundheitshelfer und 905 Gemeindehelfer unterstützt, die bereits 3,4 Millionen Menschen mit leichten Fällen von Malaria geholfen haben. Bis September 2011 hatten in Kamerun 67 Prozent der Haushalte keine Moskitonetze. Plan verteilte seitdem fünf Millionen Netze als Schutzmaßnahme.

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Mario Götze ist Plan-Pate und fördert verschiedene Projekte mit Plan.
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