In Sierra Leone gab es die meisten Todesopfer durch Ebola. ©Plan/Neil Brandvold
13.02.2015

Ebolakrise: Plan International im Kindesschutz an der Spitze

Die Regierung in Sierra Leone hat das Kinderhilfswerk Plan International als führende humanitäre Nichtregierungsorganisation im Bereich des Kindesschutzes bezeichnet. Dabei hat insbesondere Plans Hilfe in der Ebolakrise eine Rolle gespielt.

Beständig und zuverlässig sei Plan International bei seinem Einsatz für Kinderrechte, ebenso in der Programmarbeit in den Bereichen Kindesschutz, Gesundheit, Wasser, Hygiene und Existenzsicherung, so das Ministry of Social Welfare, Gender and Children’s Affairs (MSWGCA).

Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland, freut die Würdigung: Es ist eine Ehre für uns, Plans Einsatz von der Regierung in Sierra Leone anerkannt zu bekommen. Wir sind seit 39 Jahren in Sierra Leone tätig und arbeiten hart dafür, die Bedürfnisse der Mädchen und Jungen zu sichern. Unser Ziel ist es, technische Expertise, lokales Wissen und Beständigkeit bereitzustellen – egal, ob es sich um eine akute Krisensituation oder um reguläre Programmarbeit handelt.

Besondere Anerkennung fand Plans Unterstützung für die Kinder in Sierra Leone während der Ebolakrise. Das Team von Plan International baute das Interim Care Center in Kailahun im Osten des Landes wieder auf. Hier konnten zwischenzeitlich Waisen betreut werden. In fünf Distrikten wurden Nothilfepakete an betroffene Kinder verteilt. Außerdem unterstützte Plan eine Family Support Unit, die sich um misshandelte Kinder kümmert.

Während der Ebolakrise lag unser Fokus auf dem Kindesschutz. Ebola ist nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern hat langfristige – und auch psychologische – Auswirkungen auf Mädchen und Jungen. Viele Kinder haben ihre Eltern verloren oder waren in Quarantäne und dadurch von ihrer Familie getrennt. Das belastet die Kinder enorm, so Maike Röttger.

Laut MSWGCA sind 16.000 Kinder von Ebola betroffen; davon wurden 8.000 zu Waisen.
Damit Plans Zusammenarbeit mit dem Ministerium auch langfristige Effekte hat, wurden Bildungsprojekte und Trainings mit Sozialarbeitern durchgeführt. Künftig will Plan neue Richtlinien zum Kindesschutz einführen, die anderen Organisationen als Beispiel dienen sollen.

Unterstützung von Plans Arbeit vor Ort durch Nothilfe-Patenschaft

Plan vergibt zurzeit keine Kinderpatenschaften in den von Ebola betroffenen Gebieten. Über eine Nothilfe-Patenschaft können indes wichtige Soforthilfemaßnahmen unterstützt werden, beispielsweise die Schulung von Gesundheitshelfern, die Verteilung von Nahrungsmittel- und Hygiene-Kits oder die Durchführung von Aufklärungskampagnen und Hygiene-Schulungen.

Wenn die Ebola-Epidemie unter Kontrolle ist, brauchen die Menschen in den betroffenen Ländern dringend Unterstützung, um sich von den Auswirkungen der Katastrophe zu erholen. Zum Beispiel sind derzeit in vielen Ebola-Gebieten Nahrungsmittel knapp, weil Felder nicht mehr umfassend bestellt werden konnten. In dieser zweiten Phase der Nothilfe wird Plan International sich am Wiederaufbau der Gesundheitssysteme beteiligen, an der psychosozialen Betreuung von Kindern, die ihre Angehörigen verloren haben, an der Einrichtung alternativer Lernsysteme sowie am wirtschaftlichen Wiederaufbau.

In der dritten Phase wird die Nothilfe-Patenschaft in eine Kinderpatenschaft umgewandelt. Dadurch können die Mädchen und Jungen sowie ihr soziales Umfeld nachhaltig unterstützt werden. Hat sich die Situation in den betroffenen Gebieten verbessert, können mit dem Patenkind und seiner Familie auch wieder Briefe ausgetauscht werden. 

Sie können diese Nothilfe-Maßnahmen mit einer Spende hier online unterstützen oder Sie überweisen auf folgendes Konto:

Plan International Deutschland e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44
BIC: BF SW DE 33 HAN
Konto: 9444944
BLZ: 25120510
Stichwort: GNO1502 Ebola


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