Handwaschstationen in Schulen sowie auf öffentlichen Plätzen wurden installiert.
29.08.2014

Ebola erzeugt komplexe Krise in Westafrika

Seit März dieses Jahres verbreitet sich in Westafrika das Ebola-Virus. Betroffen sind die Länder Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone. Um die Epidemie unter Kontrolle zu bekommen und eine weitere Ausbreitung, insbesondere auf andere Länder zu verhindern, wurden restriktive Reisebeschränkungen verhängt. Diese haben erhebliche Auswirkungen auf den Handel und die Landwirtschaft in den betroffenen Ländern.

Es haben sich mittlerweile etwa 3.000 Menschen in Westafrika mit Ebola infiziert, wovon mehr als 1.500 Menschen an der Krankheit gestorben sind. Die Vereinten Nationen ordnen die Ebola-Epidemie als Gesundheitskrise ein. Experten schätzen, dass es noch sechs bis neun Monate dauern kann, bis der Ausbruch eingedämmt werden kann. Ein großes Problem bei der Bekämpfung von Ebola in Westafrika ist, dass Sierra Leone und vor allem Liberia sich noch im Wiederaufbau nach einem Jahrzehnte lang andauernden Bürgerkrieg befinden. Es gibt zu wenige Gesundheitszentren und diese sind in der Regel völlig unzureichend ausgestattet. Schon bald nach Ausbruch des Virus geriet das liberianische Gesundheitssystem an seine Kapazitätsgrenzen. Die externe internationale Unterstützung ist daher elementar.

Die Programmarbeit von Plan ist in Sierra Leone, Liberia und Guinea erheblich eingeschränkt und teilweise ganz zum Stillstand gekommen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den betroffenen Regionen führen gemeinsam mit anderen Akteuren und den jeweiligen Regierungen Maßnahmen vor allem zur Ebola-Prävention durch, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und beobachten die Situation. Neben den Aufklärungskampagnen auf Gemeindeebene schult Plan Gesundheitshelferinnen und -helfer.

Durch die Reisebeschränkungen ist schon jetzt der Handel in Guinea, Liberia und Sierra Leone stark eingeschränkt. Besonders in Liberia führt das zu Versorgungsproblemen in einigen Landesteilen. In weiten Teilen Westafrikas steht eine wichtige saisonale Pflanzperiode an. Entspannt sich die Lage nicht bald, kann es zu langfristigen Nahrungsmittelunsicherheiten kommen. Auch auf diese Situation bereitet sich Plan International vor.

Weitere Informationen zu Ebola in Westafrika finden Sie hier.

Plan International Deutschland hat den Kampf gegen Ebola in Guinea, Liberia und Sierra Leone mit rund 160.000 Euro aus dem Nothilfe-Fonds unterstützt.

Weitere Unterstützung ist erforderlich – helfen Sie mit:
Plan International Deutschland e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44
BIC: BF SW DE 33 HAN
Konto: 9444944
BLZ: 25120510
Stichwort: GNO1502 Ebola

Oder online.

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