Die Regierung in Sierra Leone hat Plan International als führende humanitäre Nichtregierungsorganisation im Bereich des Kindesschutzes bezeichnet. © Plan
Die Regierung in Sierra Leone hat Plan International als führende humanitäre Nichtregierungsorganisation im Bereich des Kindesschutzes bezeichnet. © Plan
22.04.2015

Ebola: Der Kampf gegen das Virus ist noch nicht gewonnen

Rund 25.000 Infizierte und über 10.000 Tote: Der größte Ebola-Ausbruch in der Geschichte ist noch nicht vorüber. Vergangene Woche hatte Sierra Leone neun Neuinfektionen und in Guinea traten 21 neue Fälle auf.

Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit die ersten Fälle von Ebola in den drei afrikanischen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea aufgetreten sind. Seit Ende März ist zumindest Liberia ohne Neuinfektionen. Eine Entwarnung kann es aber erst geben, wenn in allen Ländern 42 Tage lang kein neuer Fall in Erscheinung tritt.

In Sierra Leone beginnt nun nach monatelanger Pause der Schulunterricht. Die Schulen in Guinea und Liberia hatten bereits im Januar beziehungsweise Februar wiedereröffnet. Ein Teil des normalen Lebens beginnt damit wieder, aber der Virus hat nicht nur Todesopfer gefordert, sondern Existenzgrundlagen und Gemeinschaften zerstört.

Plans im März erschienener Bericht Ebola: beyond the health emergency beschäftigt sich mit den weitergehenden Auswirkungen des Ebola-Ausbruchs und mit den indirekten Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. Die Ergebnisse der Studie untermauern, dass der Ebola-Ausbruch zum Verlust von bereits prekärer Gesundheitsdienste geführt hat. Viele Geburten in Sierra Leone und Liberia finden laut Bericht nun ohne die Begleitung von ausgebildeten Gesundheitsfachkräften statt. Zudem berichteten Gemeinschaften in Liberia, dass Impfprogramme gestoppt wurden. Auch 80 Prozent der Gemeinschaften in Sierra Leone berichteten, dass Kinder nicht mehr länger geimpft werden.

Um die Bevölkerung vor weiteren Infektionen zu schützen, arbeitet Plan auf lokaler Ebene mit Gesundheitsbehörden zusammen, organisiert Desinfektionsmaßnahmen und führt Aufklärungskampagnen durch. Die drei Länderbüros von Plan International setzen zudem alle Kräfte für den Wiederaufbau ein. Das Ziel ist, die Kinder und ihre Familien über die Soforthilfe hinaus zu stärken und auf Notfälle vorzubereiten. Dafür werden die fünf Themen Bildung, Kinderschutz, Gesundheit und Hygiene, wirtschaftliche Sicherheit und Katastrophenvorsorge fokussiert.

Unterstützung von Plans Arbeit vor Ort durch Nothilfe-Patenschaft

Plan vergibt zurzeit keine Kinder-Patenschaften in den von Ebola betroffenen Gebieten. Über eine Nothilfe-Patenschaft können indes wichtige Soforthilfemaßnahmen unterstützt werden, beispielsweise die Schulung von Gesundheitshelfern, die Verteilung von Nahrungsmittel- und Hygiene-Kits oder die Durchführung von Aufklärungskampagnen und Hygiene-Schulungen.
 
Wenn die Ebola-Epidemie unter Kontrolle ist, brauchen die Menschen in den betroffenen Ländern dringend Unterstützung, um sich von den Auswirkungen der Katastrophe zu erholen. Zum Beispiel sind derzeit in vielen Ebola-Gebieten Nahrungsmittel knapp, weil Felder nicht mehr umfassend bestellt werden konnten.
 
In dieser zweiten Phase der Nothilfe wird Plan International sich am Wiederaufbau der Gesundheitssysteme beteiligen, an der psychosozialen Betreuung von Kindern, die ihre Angehörigen verloren haben, an der Einrichtung alternativer Lernsysteme sowie am wirtschaftlichen Wiederaufbau.

In der dritten Phase wird die Nothilfe-Patenschaft in eine Kinder-Patenschaft umgewandelt. Dadurch können die Mädchen und Jungen sowie ihr soziales Umfeld nachhaltig unterstützt werden. Hat sich die Situation in den betroffenen Gebieten verbessert, können mit dem Patenkind und seiner Familie auch wieder Briefe ausgetauscht werden.  

Sie können diese Nothilfe-Maßnahmen mit einer Spende hier online unterstützen oder Sie überweisen auf folgendes Konto:

Plan International Deutschland e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44
BIC: BF SW DE 33 HAN
Konto: 9444944
BLZ: 25120510
Stichwort: GNO1502 Ebola


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