In Ulm erstrahlte am Abend des 11. Oktober der Ulmer Münster in einem kräftigem Pink.
In Ulm erstrahlte am Abend des 11. Oktober der Ulmer Münster in einem kräftigem Pink. © Plan International
17.10.2017

Der Welt-Mädchentag 2017

Anlässlich des Welt-Mädchentages am 11. Oktober startete Plan International zusammen mit vielen Unterstützerinnen und Unterstützern verschiedene Aktionen, um auf die Anliegen von Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen.

Viele Mädchen weltweit haben noch immer nicht die Chance, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein erst kürzlich veröffentlichter Bericht von Plan International zeigt, dass viele Mädchen aufgrund von Gewalt und Diskriminierung machtlos bleiben. Deshalb hat Plan International auch in diesem Jahr den Welt-Mädchentag zum Anlass genommen, um mit besonderen Aktionen darauf aufmerksam zu machen, dass die meisten Mädchen und Frauen noch nicht gleichberechtigt sind.

Takeover-Aktionen


Weltweit übernahmen junge Mädchen rund um den 11. Oktober bedeutende Posten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um sich in diesen Schlüsselrollen Gehör für ihre Anliegen zu verschaffen. Mit über 600 sogenannten Takeover-Aktionen in mehr als 60 Ländern wies Plan International darauf hin, dass viele Mädchen auf der Welt gerade nicht die Chance haben, in gesellschaftliche und politische Prozesse eingebunden zu werden.
In Deutschland haben die drei Mädchen Luca (20), Awaz (22) und Paula (16) am 5. Oktober als Bundeskanzlerin, Finanzministerin und Entwicklungsministerin symbolisch die Regierung übernommen. Gemeinsam gaben sie in Berlin eine Regierungserklärung mit dem Schwerpunkt Gleichberechtigung ab. Zeitgleich startete die Online-Kampagne One Billion for Girls: Plan International und die Mädchen fordern die Bundesregierung auf, sich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit weltweit für mehr Gleichberechtigung und Bildung einzusetzen. Dafür muss die Bundesregierung in den nächsten fünf Jahren mindestens eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen. Plan ruft die Öffentlichkeit auf, sich mit einer E-Mail an Abgeordnete an der Kampagne zu beteiligen und sie mit dem Hashtag #OneBillionforGirls zu unterstützen.

Außerdem lud Plan International gemeinsam mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) zu Gesprächsrunden am Welt-Mädchentag in Berlin ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Durchführungsorganisationen und Zivilgesellschaft diskutierten darüber, wie es gelingen kann, Gleichberechtigung weltweit zu verwirklichen und welchen Beitrag die deutsche Entwicklungszusammenarbeit für die politische Teilhabe von Mädchen leisten kann. Mit dabei waren Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International, Dr. Heike Kuhn, Leiterin des Referats für Menschenrechte, Gleichberechtigung und Inklusion im BMZ, Sabine Gürtner, Gleichstellungsbeauftragte der GIZ und Dr. Georg Kippels, Mitglied des Deutschen Bundestags (CDU), Katja Dörner, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen sowie Lisi Maier, Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings.

Pinke Beleuchtung in ganz Deutschland


Bereits zum fünften Mal startete Plan International in diesem Jahr außerdem eine besondere Beleuchtungsaktion, um auf die Belange von Mädchen aufmerksam zu machen: Am Abend des 11. Oktober erstrahlten rund 50 bekannte Gebäude, Wahrzeichen und Denkmäler in knapp 30 deutschen Städten in einem kräftigen Pink. In München leuchtete dieses Jahr beispielsweise das Karlstor, in Berlin der Funkturm und die Sankt-Petri-Kirche in Hamburg. Diese tolle bundesweite Aktion ist dem Engagement der ehrenamtlichen Aktionsgruppen von Plan International zu verdanken, die auch vor den Gebäuden über die Arbeit von Plan International und die Because I am a Girl informierten.

In der Bildergalerie kannst du dich durch die Fotos der diesjährigen Beleuchtungsaktion klicken.


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