Ein Münchener in Hamburg

Foto: Jenner Egberts

Am 5. März 2022 übernahm Dr. Stephan Roppel den Vorstandsvorsitz von Plan International Deutschland. Was treibt den 57-jährigen Top-Manager an?

Menschen, die die Welt verändern, um sie besser zu machen. Die beeindrucken ihn. Ob in der Wissenschaft oder in Unternehmen. Die aber in jedem Fall kein Aufhebens darum machen und im Hintergrund wirken. Hanseatische Werte im besten Sinne, die Dr. Stephan Roppel zu schätzen weiß und zu seinem neuen Dienstsitz Hamburg passen.

Der Münchener Top-Manager, der seit 5. März 2022 als neuer Vorstandsvorsitzender die Geschicke von Plan International Deutschland verantwortet, hat zuletzt als Geschäftsführer das Handelsunternehmen baby-walz GmbH geleitet.

Davor war er in gleicher Position bei einem führenden Unternehmen aus der Buchbranche sowie zwei Jahrzehnte als Online-Verantwortlicher bei internationalen Medien- und Handelsfirmen tätig.

Herr Dr. Roppel vor Plan-Logo
Dr. Stephan Roppel, Vorstandsvorsitzender von Plan International DeutschlandPatricia Wilm

Positive Wechselwirkungen

Nun also eine Nichtregierungsorganisation. Wie passt das zusammen? „Die Ziele einer NGO und eines Unternehmens sind in der Tat unterschiedliche“, sagt Roppel. Einerseits gehe es darum, sich für Menschen einzusetzen, andererseits um die Absicht, Gewinn zu erzielen. „Aber für beides braucht es Organisation und Management. Die Aufgaben für die Führung sind also gar nicht so unterschiedlich.“

„Meine Fähigkeiten langfristig für die Kinderrechte einsetzen.“

Dr. Stephan Roppel, Vorstandsvorsitzender von Plan International Deutschland

Zudem sieht er zwischen den Zielen von Unternehmen und NGOs keinen Widerspruch, eher eine Wechselwirkung. Beides hat seine Berechtigung. Nur wirtschaftlicher Erfolg von Unternehmen sorge für Mittel, um das Leben von Menschen zu verbessern. Und das wiederum wirke sinnstiftend. „Insofern halte ich es für sehr sinnvoll, meine Fähigkeiten langfristig für die Kinderrechte einzusetzen.“

Erfolgsgeschichte fortschreiben

Vor dieser Aufgabe verspüre er großen Respekt, sagt Dr. Stephan Roppel, der seit 17 Jahren Plan-Pate ist. „Dr. Werner Bauch hinterlässt große Fußstapfen. Er hat Plan aufgebaut, geprägt und erfolgreich geführt.“ Er sieht es als Herausforderung, diese 33-jährige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. „Gleichzeitig freue ich mich, in dieser bedeutenden Organisation mit so vielen professionellen Fachleuten mitwirken zu dürfen.“ Offenheit, Transparenz und Beteiligung seien Grundsätze seines Führungsverständnisses. Hierarchiefrei diskutieren, aber mit Autorität entscheiden, gehörten für ihn ebenso dazu.

Die Landesvertreter:innen der Plan-Aktionsgruppen mit dem Vorstandsvorsitzenden von Plan International Deutschland, Dr. Werner Bauch (vorn, 4. v. l.), und seinen designierten Nachfolger, Dr. Stephan Roppel (2. v. l.)
Die Landesvertreter:innen der ehrenamtlichen Plan-Aktionsgruppen lernten im Sommer 2021 beim Treffen mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Plan International Deutschland, Dr. Werner Bauch (vorn, 4. v. l.), seinen Nachfolger, Dr. Stephan Roppel (vorn 2. v. l.), kennenBastian Borregaard

Digitales Wissensmanagement

Und wohin geht es mit ihm als Vorstandsvorsitzenden? „Ich stehe für das Digitale“, sagt Dr. Stephan Roppel, der sein Studium und seine Promotion in der Informationswissenschaft – einer Schwesterdisziplin der Informatik – absolviert hat.

„Ich stehe für das Digitale.“

Dr. Stephan Roppel, Vorstandsvorsitzender von Plan International Deutschland

Die Millionen Patenkind-Biografien samt Projekthistorie böten eine Chance, um in anonymisierter Form die Wirkung der Plan-Projekte zu analysieren und weiter zu verbessern. Viele engagierte Menschen verlangten nach mehr Wirkungskommunikation, so Roppel weiter. Das könne man ihnen bieten und gleichzeitig das Leben von Menschen verbessern sowie die Welt positiv verändern – deshalb seine Entscheidung für Plan International Deutschland: „Denn Plan hat den Einfluss und die Leistungsfähigkeit, diese Ziele zu erreichen.“

Familie und Natur verbunden

Ausgleich findet der neue Plan-Vorstandsvorsitzende im Sport: Bergsteigen, Ski- und Radfahren sowie Kitesurfen. „Fehmarn hat zum Glück einige Strände für Anfänger“, sagt Roppel und lacht. Von Hamburg aus, wo er die halbe Woche leben wird, ist die Fahrt auf die Ostseeinsel nun häufiger machbar. Hauptwohnsitz bleibt München und damit bei der Familie des verheirateten Vaters einer Tochter (21) und eines Sohnes (23). Und es überrascht nicht, dass er aktuell ein Buch liest, das den Beweis antreten möchte, dass Wissenschaft und Aufklärung mehr Verbesserungen für die Menschheit gebracht haben als gemeinhin angenommen.

Meilensteine seit 1989

Broschüre Meilensteine

Unsere Broschüre bietet 32 Seiten voller historischer Fotos und geschichtlicher Hintergründe aus den Jahren 1989 bis heute. Es sind die Meilensteine von Plan International Deutschland.

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