Because I am a Girl-Reports

Mädchen werden auf vielfältige Weise benachteiligt, diskriminiert und stehen oft Gewalt schutzlos gegenüber. In den jährlich erscheinenden Berichten dokumentiert Because I am a Girl umfassend diese Verletzungen der Menschenrechte.

Die acht Millenniumsziele der Vereinten Nationen (UN) sollen bis 2015 erreicht sein. Seit 2007 bis zum Jahr 2015 veröffentlicht Because I am a Girl deshalb jährlich einen Bericht, der die tatsächliche Lebenssituation von Mädchen darstellt und zu konkretem Handeln auffordert. Die Because I am a Girl-Berichte machen zudem deutlich, wo die offiziellen Maßnahmen der UN zur Erreichung der Millenniumsziele nicht ausreichend sind.

Darüber hinaus begleitet Because I am a Girl in den Berichten als besondere Studie 142 ausgewählte Mädchen. Sie alle wurden im Jahr 2007 geboren, allerdings in verschiedenen Teilen der Welt. Ziel dieser beobachtenden Untersuchung ist es, konkret aufzuzeigen, was es bedeutet, als Mädchen aufzuwachsen.

2015 - Das Unfinished Business der Mädchenrechte: Packen wir es an!

Bis Ende 2015 werden voraussichtlich in zwei Drittel aller Länder der Welt gleich viele Mädchen und Jungen zur Grundschule gehen. Dieser ermutigenden Zahl
steht gegenüber, dass Mädchen nach wie vor massive Diskriminierung und Gewalt erfahren. Das ist das Ergebnis des neuen Mädchen-Reports „Das ‚Unfinished Business‘ der Mädchenrechte: Packen wir es an!“ Gastautorinnen und -autoren wie Mariane Pearl, Jimmy Carter und viele weitere ziehen darin Bilanz zur Lage der Mädchen. Befragt wurden für den Report zudem mehr als 4.000 Mädchen in Ecuador, Nicaragua, Pakistan und Simbabwe.

2014 - Mädchen auf dem Weg zur Mitbestimmung

In vielen Ländern der Welt können Mädchen und junge Frauen nicht selbst über ihr Leben oder ihre Rechte bestimmen. Der Because I am a Girl-Bericht 2014 "Mädchen auf dem Weg zur Mitbestimmung: nachhaltigen Wandel schaffen" schaut auf die Hindernisse, denen Mädchen auf ihrem Weg zu Gleichberechtigung und Mitbestimmung begegnen. Es geht dabei um sichtbare und unsichtbare Machtstrukturen, die Mädchen und junge Frauen in Entwicklungsländern trotz positiver Veränderungen davon abhalten, ihre Rechte wahrzunehmen. Es wird auch deutlich: Um die Lebenssituationen von Mädchen und Frauen nachhaltig zu verbessern, bedarf es konkreter Anstrengungen auf verschiedenen institutionellen Ebenen. Nachhaltige gesellschaftliche Veränderung ist nicht möglich, wenn die Situation von Mädchen und Frauen nicht berücksichtigt wird.

2013 - Mädchen und Katastrophen

Bedroht, bedrängt, benachteiligt: Mädchen und junge Frauen haben es besonders schwer, während und auch nach Katastrophensituationen ihre Rechte wahrzunehmen. Katastrophen verstärken das Risiko, dass Mädchen sterben, sexualisierte Gewalt erleben, früh verheiratet werden oder oft dauerhaft die Schule verlassen müssen.
Katastrophen und Krisen haben auf alle Betroffenen negative Auswirkungen. Doch für eine Frau, insbesondere für eine junge Frau oder ein Mädchen, können Katastrophen und Krisen ein größeres Risiko darstellen als für einen Mann. Vor allem in jenen Gesellschaften, in denen Mädchen gegenüber ihren Brüdern ohnehin schon benachteiligt sind.

2012 - Fürs Leben lernen

Hättest du gewusst, dass 39 Millionen der elf- bis 15jährigen Mädchen nicht zur Schule gehen? Lesen, schreiben, rechnen können  - das macht viel aus. Aber eine gute Bildung ist viel mehr als "nur" der Schulbesuch - das zeigt Plans neuer Because I am a Girl-Bericht. Denn junge Mädchen können nur zu starken jungen Frauen werden, wenn sie ein selbstbestimmtes Leben führen können. Dafür müssen sie die Chance bekommen, etwas über sich selbst und die Welt, in der sie leben, zu lernen und Fähigkeiten zu entwickeln, die für ihr späteres Leben wichtig sind. Deshalb fordert der Bericht: mindestens neun Jahre gute Bildung für Mädchen!

2011 - Und was ist mit den Jungs?

Der Bericht 2011 zeigt, Jungen leiden in vielen Teilen der Welt unter Armut, Diskriminierung und mangelnden Chancen. Um Gleichberechtigung nachhaltig zu fördern, können nicht ausschließlich Mädchen und Frauen gestärkt werden – und es darf nicht allein ihre Aufgabe sein, sie zu verwirklichen. Gleichberechtigung erfordert das Engagement aller. Väter, Ehemänner, Brüder und Freunde tragen genauso zur Gleichberechtigung bei wie Mädchen und Frauen, die ihre Rechte einfordern.

2010 - Neuland: Mädchen in den Städten und im Cyberspace

Der Bericht 2010 befasst sich mit dem Leben von Mädchen in zwei der aktuell am schnellsten wachsenden Lebensbereiche: die großen Städte und die digitale Welt. Beide bieten Mädchen und jungen Frauen neue Chancen, haben aber zugleich auch neue Gefahren – Risiken, die wenig kontrolliert oder bereits erforscht sind. Doch auch in den wachsenden Städten und im Cyberspace haben Mädchen das gleiche Recht auf Schutz und Chancengleichheit!

2009 - Mädchen fördern = Wirtschaft stärken

Der Bericht 2009 untersucht die ökonomische Situation von Mädchen und kommt zu dem Ergebnis: Frühe Investitionen in Mädchen fördern das Wachstum und die Entwicklung eines gesamten Landes. Die Analysen zeigen Versäumnisse und die Konsequenzen, wenn nicht in die Zukunft von Mädchen investiert wird.

2008 - Im Schatten des Krieges

Der Bericht 2008 untersucht die Situation von Mädchen in Regionen, in denen Krieg oder territoriale Konflikte herrschen. Wie sind die Lebensbedingungen von Mädchen vor, während und nach bewaffneten Auseinandersetzungen? Wie und warum sind Mädchen wegen ihres Alters und ihres Geschlechts in besonderer Weise von territorialen Konflikten betroffen?

2007 - Gleichberechtigung als Schlüssel für die Millenniumsziele

Im Bericht 2007 macht die Kinderrechtsbotschafterin Graça Machel, Ehefrau von Nelson Mandela, dem früheren Präsidenten Süd-Afrikas, deutlich: „Keines der Millenniumsentwicklungsziele werden wir erreichen ohne die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Diskriminierung ist moralisch, sozial, politisch und auch wirtschaftlich unhaltbar.“