Salee hat sich dem Kampf gegen Ebola verschrieben. Dafür nimmt sie sogar die Trennung zu ihrer Familie auf sich. © Plan
Salee hat sich dem Kampf gegen Ebola verschrieben. Dafür nimmt sie sogar die Trennung zu ihrer Familie auf sich. © Plan
17.08.2015

Voller Einsatz gegen Ebola

Salee hat sich dem Kampf gegen Ebola verschrieben. Dafür opfert sie vieles. Ihre Familie hat die 24-Jährige schon seit Wochen nicht mehr gesehen.Heute ist ausnahmsweise mal ein ruhiger Tag im Foredugu Gemeindeversorgungszentrum. Und das ist gut so. Es bedeutet nämlich, dass in der Port Loko Region in Sierra Leone seit zwei Tagen kein neuer Ebola-Fall aufgetreten ist. Einige Wochen zuvor waren es noch 39 Patienten, die mit dem Verdacht auf die hochansteckende Krankheit dort waren. Salee Manga hat deshalb Zeit mit ihren Kollegen etwas zu entspannen.

Salee ist 24 und macht eine Ausbildung zur Krankenschwester. Die Schulen und Universitäten sind aber aufgrund von Ebola geschlossen. Um überhaupt etwas zu tun, hat Salee beschlossen sich für die Bekämpfung von Ebola stark zu machen. Salee war nicht mehr zu Hause, seit sie in dem Versorgungszentrum in Port Loco angefangen hat zu arbeiten. Ihre Familie erlaubt ihr nicht zurück nach Hause zu kommen, bis die ansteckende Krankheit unter Kontrolle ist.

Gemeinsam gegen Ebola

Salee isst und schläft in dem Behandlungszentrum. Nachts schläft sie nur wenige Meter von den Ebolapatienten entfernt. Sie ist nicht die einzige. Viele der Krankenschwestern oder Reinigungskräfte können nicht nach Hause gehen, aufgrund der allgemeinen Angst vor der Epidemie. Aber zwischen denen die helfen, wächst der Zusammenhalt: Trotz all dem Leid um sie herum sind Salee und ihre Kolleginnen und Kollegen stark genug, um zusammen zu lachen und manchmal auch zu singen oder zu tanzen. Während dieser schwierigen Zeit haben sie nur sich selbst. Der einzige Kontakt mit der Außenwelt besteht für Salee durch ihr Handy oder das Internet. Das Gemeindezentrum ist dank Plans Partnerschaft mit NetHope an das Internet angeschlossen.

Plan hat außerdem Hygieneanlagen eingerichtet und die Wasserversorgung für das Zentrum gewährleistet, Lieferanten für das Essen der Patienten beauftragt und ein System in Gang gesetzt, das sicherstellt, dass die Angestellten bezahlt werden.

Ein Leben nach der Epidemie

Wenn die Krise endlich endet, will Salee ihr Studium fortführen und eine ausgebildete Krankenschwester werden, um den Leuten weiterhin zu helfen. Die Schule wird wahrscheinlich wieder im Februar öffnen. Mit einer Mischung aus Hoffnung und Angst sagt sie: "Wir müssen gewährleisten, dass die Schulen geschützt und sicher sind. Ein Ebolafall ist genug, um uns alle wieder in diese Situation zu bringen."

Salee hat ihr Leben zurzeit komplett dem Kampf gegen Ebola gewidmet.


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