Das kräftige Pink ist die Kampagnen-Farbe von Because I am a Girl. © Plan / Dirk Eisermann
28.07.2015

Pink ist für alle da!

Because I am a Girl ist Plans weltweite Kampagne für Mädchen, mit der wir uns in allen 71 Plan-Ländern für die Rechte von Mädchen einsetzen. Wir fordern, dass Mädchen mindestens neun Jahre zur Schule gehen können oder eine vergleichbare Bildung erhalten.Mädchen werden allzu oft, nur weil sie Mädchen sind, benachteiligt und diskriminiert. Durch die globale Kampagne und die damit einhergehenden Aktionen wollen wir auf diese Situation aufmerksam machen. Dazu gehört unter anderem, dass wir zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober Gebäude und Objekte weltweit pink beleuchten.
Kampagnenziele, -strategien und -design von Because I am a Girl sind international einheitlich, um den größtmöglichen Wiedererkennungswert zu erzeugen. Das kräftige Pink ist, neben Weiß und Blau, eine der drei Kampagnen-Farben, und wurde erstmals 2012 zum weltweiten Kampagnenstart zur Beleuchtung von Gebäuden eingesetzt. Seitdem setzt Plan International jedes Jahr zum Welt-Mädchentag ein leuchtendes Zeichen: Nicht nur in Deutschland, sondern auch international erstrahlen Objekte und Wahrzeichen in kräftigem Pink.

Warum Pink?

Wir sind uns darüber bewusst, dass die Farbe Pink beziehungsweise Magenta stark mit Mädchen assoziiert wird. Deswegen wurde sie als Hauptfarbe der Kampagne ausgewählt. Gleichzeitig wollen wir mit den Inhalten der Kampagne der Farbe eine neue Bedeutung geben: Das kräftige Pink von Because I am a Girl hat eine starke Signalkraft und vermittelt Power, Lebensfreude und Mut zur Offensive. Wir wollen Mädchen darin stärken, gemeinsam mit anderen die Initiative zu ergreifen und sich für die Wahrnehmung ihrer Rechte einzusetzen.

Pink ist nicht gleich „Mädchen-Klischee“

Mit diesen Inhalten tritt Plan den verbreiteten Rollenklischees vom „schwächeren Geschlecht“ deutlich entgegen und lehnt eine Reduzierung von Mädchen und Frauen ebenso wie von Jungen und Männern auf stereotype Rollenzuschreibungen ab. Deshalb setzen wir uns gegen eine klischeebehaftete Ver-wendung der Farbe Pink ein: Alle Menschen sollten ohne Vorurteile pink tragen können, unabhängig von Geschlechtsidentität, Alter und Wohnort.

Schließlich war Pink nicht immer so stark mit Mädchen verknüpft: Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Rosa eine Farbe für Jungen und Blau für Mädchen. Rosa wurde als eine entschlossenere und stärkere Farbe betrachtet, während Blau für Anmut und Zartheit stand. Dies änderte sich erst in den 1920er Jahren, als Blau die Farbe der Arbeits- und Männerwelt wurde.

Außerdem wird Pink nur in einigen Ländern mit der Verniedlichung von Mädchen assoziiert: In Lateinamerika tragen zum Beispiel sowohl Männer als auch Frauen pink – weil sie die Farbe schick finden. In Indien und den USA hat die Initiative „Pink Ribbons“ eine pinke Schleife als Symbol im Kampf gegen Brustkrebs. Im Männersport wird Pink zur Erzeugung von Aufmerksamkeit benutzt. Die französische Rugby-Mannschaft „State Français“ trägt pinkfarbene Trikots und hat Pink als Vereinsfarbe. Auch die neuen Auswärtstrikots von Real Madrid sind pink. Die „Gulabi Gang“ wurde von Frauen in Indien mit dem Ziel gegründet, benachteiligten Frauen eine Stimme zu geben und sie über ihre Rechte aufzuklären. Heutzutage hat die Bewegung über 140.000 Mitglieder. Die Frauen tragen pinke Gewänder – und Stöcke.


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