Das Ausmaß der Zerstörung ist noch nicht absehbar. © Plan / Pieter ten Hoopen
28.07.2015

Nepal: Tausende Menschen vom Erdbeben betroffen

Das Erdbeben in Nepal zählt zu den schwersten seit Jahrzehnten. Das Ausmaß der Verwüstung ist nach weiteren, schweren Nachbeben noch nicht absehbar.Am 25. April erschütterte das erste Beben die Region nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu und riss 2.200 Menschen in den Tod. Mehr als 6.000 Menschen wurden verletzt. Die Zahlen steigen stündlich.
Tausende Menschen müssen in provisorischen Notunterkünften schlafen, der Großteil der Bevölkerung verbringt die Nächte auf offener Straße. Trinkwasser und Nahrungsmittel werden knapp, viele Regionen sind von der Außenwelt abgeschottet. Mittlerweile wurde der Notstand ausgerufen. Durch die Überlastung von Krankenhäusern steigt auch das Risiko von Epidemien.

Schnelle Hilfe um das Leid einzudämmen

Plan International, seit 1978 in Nepal tätig, bereitet Nothilfe-Maßnahmen vor. Dabei haben die Helfer allerdings mit starken Widrigkeiten zu kämpfen. Die Hauptstadt Kathmandu ist durch die Zerstörung nur schwer zu erreichen, selbst Flugzeuge haben Schwierigkeiten zu landen.
Vor allem aber leiden Kinder unter der problematischen Situation. „Kinder können von ihren Familien getrennt worden sein, sich verletzt haben, ihr Zuhause wurde beschädigt oder zerstört und sie können traumatisiert sein. Sie brauchen Beistand und Schutzräume, die sie vor Übergriffen bewahren “, erklärt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland.

Die Rechte von Mädchen in Katastrophensituationen

Katastrophen, wie das Erdbeben in Nepal, haben auf alle Betroffenen negative Auswirkungen. Doch nicht für alle Menschen sind die Folgen von Krisen und Naturkatastrophen gleich. Wenn die tägliche Routine, das eigene Zuhause und somit auch Sicherheit zerstört werden, haben es junge Frauen und Mädchen besonders schwer, ihre Rechte wahrzunehmen. Zu den größten Risiken, denen Mädchen und Frauen ausgesetzt sein können, gehören:

  • mangelnde Sicherheit. Geschlechterbasierte Gewalt und sexuelle Übergriffe nehmen nach einer Naturkatastrophe zu. Maßnahmen zum Schutz von Mädchen werden meist kaum in die Nothilfemaßnahmen integriert.
  • gesundheitliche Risiken. Eine unzureichende Notfallversorgung hat zur Folge, dass vor allem junge Mütter und ihre Babys ein erhöhtes Risiko haben, an Seuchen oder Epidemien zu erkranken und zu sterben.
  • zu wenig Mitsprache. Mädchen werden in den meisten Krisengebieten mit ihren Anliegen bezüglich Bildung, Gesundheit und Sicherheit nicht ernst genommen, ihre Meinung nicht beachtet. Um nachhaltig auf Katastrophen zu reagieren, ist die Beteiligung von Mädchen an der Zukunftsmaßnahmen extrem wichtig.

Deshalb ist es Plans Ziel, die besonderen Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen in seinen Maßnahmen zur Notfallhilfe und zum Wiederaufbau zu berücksichtigen. Ausführliche Informationen zum Thema „Mädchen und Katastrophen“ findest du auch in unserem Because I am Girl-Bericht 2013.

Wenn du die Opfer des Erdbebens unterstützen möchtest, kannst du das über eine Spende in Plans Nothilfe-Fonds. Plan ist bereits direkt vor Ort, um Soforthilfe zu leisten und eine koordinierte Hilfe in die Wege zu leiten.
Aktuelle Informationen zur Situation in Nepal gibt es auch auf der Plan Deutschland Website.


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