Adriana hofft, Anfang 2018 die fünfte Klasse besuchen zu können, gemeinsam mit anderen Kindern in ihrem Alter.
Adriana hofft, Anfang 2018 die fünfte Klasse besuchen zu können, gemeinsam mit anderen Kindern in ihrem Alter. © Plan International
05.01.2018

El Salvador: Adrianas Bildung bleibt nicht länger auf der Strecke

Als Adriana in der Schule hinterherhinkt, hilft ihr ein von Plan International initiiertes Bildungsprogramm, wieder aufzuholen.

Adriana ist 10 Jahre alt und kommt aus El Savador. Obwohl sie zur Schule geht, ist sie in ihrer Ausbildung zwei Jahre im Verzug. Denn als ihre Leistungen schlechter werden, ist sie gezwungen, die Grundschule zu wiederholen. 

Als ihre Lehrer bemerkten, dass sie älter ist als die anderen Kinder in ihrer Klasse, ermutigten sie Adriana an einem Programm teilzunehmen, dass von Plan International und dem Bildungsministerium von El Savador ins Leben gerufen wurde. Das Programm soll Mädchen und Jungen unterstützen, die die Schule abgebrochen haben oder mit ihren Leistungen hinterherhängen. 

6,8 Prozent gehen nicht in die Schule

Denn: Adriana ist nicht allein. Jedes Jahr hören Tausende salvadorianische Mädchen und Jungen damit auf, in die Schule zu gehen oder ihre Leistungen werden so schlecht, dass sie Klassen wiederholen müssen. Die sogenannte “Household and Multipurpose Survey” aus dem Jahr 2016, erfasst die wirtschaftliche und soziale Situation in salvadorianischen Haushalten. Die Studie konnte zeigen, dass 6,8 Prozent aller Kinder in El Salvador im Alter von sieben bis 15 Jahren nicht die Schule besuchen. Um dem entgegenzuwirken, hat Plan International dem Bildungsministerium von El Salvador angeboten, seine Erfahrungen im Bereich Bildung zu teilen und ein Programm auszuarbeiten.  

Durch unser “Accelerated Education Programme” konnten die Bildungsangebote in El Salvador erweitert werden und Kinder dort haben nun mehr Möglichkeiten, sich das nötige Wissen anzueignen. Es werden Intensivkurse angeboten, die montags bis freitags stattfinden. Darüber hinaus erhalten die Lehrer durch Plan International eine Weiterbildung, die es ihnen ermöglichen soll, fokussierte, praktische und lehrreiche Unterrichtsstunden zu halten.

Gleichzeitig werden die Fortschritte der Kinder genau überwacht und sie werden psychologisch betreut. Dadurch sollen sie selbstbewusster werden und erkennen, was genau die Gründe dafür sind, warum sie nicht zur Schule gehen. 

„Bildung ist so wichtig”

Damit das Programm funktioniert, müssen Staat, Schulen, Eltern und Gemeindemitglieder zusammenwirken. Plan International arbeitet gemeinsam mit Gemeindevorständen und Freiwilligen daran, mehr Kinder zu finden, die in der Schule hinterherhängen oder nicht mehr zur Schule gehen, damit diesen mit dem Bildungsprogramm geholfen werden kann. 

In den vergangenen sechs Monaten haben 2000 Kinder am “Accelerated Education Programme” teilgenommen. Auch Adriana hat mittlerweile aufgeholt und hofft, Anfang 2018 die fünfte Klasse besuchen zu können, gemeinsam mit anderen Kindern in ihrem Alter. „Das Programm hilft vielen Mädchen und Jungen, die nicht die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen, die das aber eigentlich möchten und auch den Wunsch haben die Schule zu beenden“, sagt Adriana. „Bildung ist so wichtig.“ 


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