Acht Mitglieder der Jugenddelegation aus Malawi, Kenia, Tansania und Bangladesch nahmen an der an der Konferenz in New York teil.© Plan
Acht Mitglieder der Jugenddelegation aus Malawi, Kenia, Tansania und Bangladesch nahmen an der an der Konferenz in New York teil.© Plan
31.03.2016

Die Stimme der Jugend

Vom 14. bis 24. März 2016 fand die 60. UN Commission on the Status of Women in New York statt. Plan International hat durch die Beteiligung an verschiedenen Events der Konferenz besonders auf die Rechte von Mädchen und Frauen aufmerksam gemacht. Neben Anne-Brigitte Albrectsen, CEO von Plan International und Kolleginnen und Kollegen der Kinderhilfsorganisation, nahmen auch acht Mitglieder der Jugenddelegation aus Malawi, Kenia, Tansania und Bangladesch teil.

Mädchen berichten

Die 14-Jährige Nisha und 19-Jährige Berryl aus Kenia, wissen, was es für Mädchen bedeutet, wenn sie ihre Rechte nicht wahrnehmen dürfen.
„Viele meiner Freundinnen werden diskriminiert, deswegen setze ich mich für ihre Rechte ein. Meistens dürfen Jungen die weiterführende Schule besuchen. Mädchen haben dieses Privileg nicht. Meine Cousine musste die Schule abbrechen, weil sie ihre Gebühren nicht bezahlen konnte. Sie fühlte sich schrecklich und entschied sich dazu, ihr Leben zu beenden“, erzählt Nisha.
Auch Berryl trauert um eine Freundin. „Eine meiner engsten Freundinnen wurde zur Heirat mit einem älteren Mann gezwungen. Sie musste die Schule abbrechen und die Verzweiflung trieb sie in den Suizid.“ Vor allem sexualisierte Gewalt stellt in ihrer Gemeinde ein großes Problem dar.
„Missbrauch und Gewalt finden selbst in der Schule statt. Oft sind es die männlichen Lehrer, die ihre Position ausnutzen und Mädchen sexuell missbrauchen. Weil die Angst vor den Folgen zu groß ist, wissen einige Mädchen nicht wie sie sich wehren sollen. Viele meiner Freundinnen haben mir davon erzählt, dass sie von ihrem Lehrer sexuell belästigt wurden. Wenn sie sich dagegen wehrten, wurden sie erpresst. Ich möchte die Lebensbedingungen für meine Familie, meine Gemeinde und für mich selbst ändern.“ Die 19-Jährige Nester aus Malawi fordert: „Erst wenn wir unsere Rechte durchsetzen können, werden unsere Stimmen gehört. Alle Mädchen und Frauen sollten die Möglichkeit haben sich frei zu äußern.“

Gleichberechtigung erfordert das Engagement aller

Um Gleichberechtigung für Mädchen und Frauen durchzusetzen, ist es wichtig, dass Jungen und Männer ihren Teil dazu beitragen, denn auch sie sind Teil der Lösung. Das wissen auch die männlichen Teilnehmer der Jugenddelegation:
Der 22-Jährige Harry aus Großbritannien setzt sich bereits seit sieben Jahren für Mädchenrechte ein. Das Engagement gegen Genitalverstümmelung hat bei dem 26-Jährigen Athuman aus Tansania persönliche Gründe: Viele seiner weiblichen Familienmitglieder leiden noch immer unter den Folgen der veralteten Tradition.
Mehr Informationen über die Arbeit von Jungen und Männern zum Thema Gleichberechtigung findet ihr auch im Because I am a Girl-Bericht „Und was ist mit den Jungs?“.


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