Luanda möchte Journalistin werden und die Rechte von Mädchen stärken. © Plan
20.01.2016

Die Rechte der Mädchen im Mittelpunkt

Die achtzehnjährige Brasilianerin Luana sprudelt vor Lebensenergie. „Ich bin sehr neugierig, stelle viele Fragen und möchte immer gut informiert sein“, erklärt sie. Luana weiß ganz genau, was sie im Leben erreichen möchte: „Es ist alles geplant. Anfang des Jahres, werde ich von zu Hause ausziehen und Journalismus studieren“, erzählt sie und lächelt.Eine unbeschwerte Zukunftsplanung war für Luana aber nicht immer selbstverständlich: Als junges Mädchen musste sie ihre Mutter täglich bei der Hausarbeit unterstützen. Jede Woche legte sie einen sechs Kilometer langen Fußmarsch zurück, um die Familie mit Wasser zu versorgen. Für die Schule blieb dabei nicht mehr viel Zeit. Nachdem Plan International 2004 ein Projekt in ihrer Gemeinde startete, verbesserte sich ihre Lebenssituation langsam. Heute arbeitet die Achtzehnjährige mit Plan International zusammen und unterstützt Familien aus ihrer Gemeinde.

Globale Ziele für mehr Gleichberechtigung

Mädchen und junge Frauen zu stärken und Geschlechtergleichheit zu erreichen, sind auch zentrale Anliegen der neuen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs). Zwar konnten die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) bereits erste Fortschritte erzielen, dennoch sind immer noch Millionen Mädchen und junge Frauen von Armut und Ungleichheit betroffen. Frühe Heirat, Teenagerschwangerschaften und Gewalt sind leider noch in vielen Ländern an der Tagesordnung.

Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, gibt Plan International seit 2007 die -Berichte „Zur Situation der Mädchen in der Welt“ heraus. Diese sind Teil von Plans weltweiter Kampagne Because I am a Girl, mit der Plan sich für die Rechte von Mädchen einsetzt - und die in diesem Jahr noch ausgeweitet wird. Mithilfe politischer Veränderungen, verbesserter Gesetze, sowie mit Projekten und Aufklärung sollen Gewalt an Mädchen, Genitalverstümmelung oder Kinderheiraten vollständig abgeschafft werden.

Veränderungen beginnen bei der Jugend

Für den diesjährigen Because I am a Girl-Report hat Plan International unter anderem mit sechs jugendlichen Aktivistinnen und Aktivisten gesprochen, die sich für Geschlechtergerechtigkeit und die Rechte von Mädchen einsetzen. „Jugendliche sind die Führungspersonen von morgen. Deshalb müssen wir sie mit dem nötigen Wissen ausstatten, damit sie heute die richtigen Entscheidungen für Mädchen treffen können“, erklärt ein Aktivist.

Die siebzehnjährige Gloria aus Benin beteiligt sich beispielsweise an einer Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: „Am meisten treibt mich an, dass ich in einer Gemeinde lebe, in der die Gleichberechtigung nicht viel gilt und in der Gewalt gegen Frauen und Mädchen häufig vorkommt. Plan International hat mich ebenfalls motiviert: In meiner Schule gab es eine Schulung zum Thema Kinderrechte - dadurch habe ich angefangen, über die Rechte von Mädchen nachzudenken.“ Des Weiteren fügt sie hinzu: „ Ich habe das Recht, mich zu entwickeln - so wie alle Mädchen auf der Welt“.

Weitere interessante Berichte von jungen Aktivistinnen und Aktivisten findest Du in der Jugendversion des Because I am a Girl-Reports 2015: „Das "Unfinished Business der Mädchenrechte": Packen wir es an“.


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