Neun Mädchen aus Brasilien, Kenia, Pakistan und den Philippinen mahnen davor, die Befürfnisse von Mädchen und jungen Frauen zu vergessen. © Plan
Neun Mädchen aus Brasilien, Kenia, Pakistan und den Philippinen mahnen davor, die Befürfnisse von Mädchen und jungen Frauen zu vergessen. © Plan
14.10.2015

Der Wunsch nach einer gerechteren Welt

Im Zuge des Kampfes gegen Armut, Klimawandel und Hunger haben sich am 25.09. Staats- und Regierungschefs in New York versammelt, um die 17 UN-Leitziele für eine bessere Welt zu verabschieden. Bis 2030 soll eine detaillierte Agenda dafür sorgen, dass die Welt nachhaltig gestärkt und gerechter wird. Die Forderungen sind ehrgeizig: Extreme Armut und Hunger sollen weltweit beseitigt werden.Nach dem Erfolg der Millenniums-Entwicklungsziele, die 2000 formuliert wurden, sollen die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG‘s) an die bisherigen Ergebnisse anknüpfen. Die Staats-und Regierungschefs erhoffen sich dadurch große Fortschritte. Plan International befürchtet allerdings, dass sich Mädchen auch 2015 immer noch am Rande der Gesellschaft befinden.

Niemand darf zurückgelassen werden

Neun Mädchen aus Brasilien, Kenia, Pakistan und den Philippinen mahnten deshalb am Freitag die Staats- und Regierungschefs davor, die Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen zu übergehen. Die SDG‘s sind maßgeblich daran beteiligt, die Zukunft der Mädchen positiv zu beeinflussen. So schützten sie vor geschlechterbasierter Gewalt, Hunger, fördern Gleichberechtigung und beeinflussen ihren Bildungsweg.

„Jetzt habe ich die Möglichkeit, etwas in meiner Heimat zu verändern“, erklärt Sana, 17, aus Pakistan. „Ich fordere, dass die Verheiratung von Kindern verboten wird und dass Mädchen vom Schulsystem gefördert werden. Wenn sich die nachhaltigen Entwicklungsziele wirklich durchsetzen und Erfolge erzielen, möchte ich Rechtsanwältin werden.“

Die Gleichberechtigung, Förderung und Stärkung der Kompetenzen von jungen Frauen und Mädchen nehmen zwar Schlüsselpositionen in der Agenda ein, doch trotz der Bemühungen gibt es Zweifel, dass die Ziele konsequent umgesetzt werden können.
„Jungs werden immer berücksichtigt, wenn es um neue Gesetze geht, “ bemängelt die sechzehnjährige Jacinta aus Kenia. „ In manchen Gemeinden werden wir Mädchen gut behandelt, aber nicht allen stehen die gleichen Rechte zu wie den Jungen.“

Gebt Mädchen eine Stimme!

„Zum ersten Mal steht es in unserer Macht, extreme Armut ein für alle Mal zu beenden. Wenn wir Mädchen und junge Frauen fördern, ist das Ziel in unserer Reichweite, “ erklärt Anne-Brigitte Albrectsen, CEO von Plan International.
In Entwicklungsländern werden junge Frauen und Mädchen durch Kinderheirat, Genitalverstümmelung, Teenagerschwangerschaften und Geschlechterdiskriminierung daran gehindert. ihr volles Potential auszuschöpfen und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Die Because I am a Girl-Kampagne von Plan International zeigt deutlich, dass die Leidtragenden den Kreislauf der Armut erst durchbrechen können, wenn ihre Stimme berücksichtigt wird.

„Ich hoffe, wir Mädchen werden gemeinsam für unsere Rechte kämpfen. Auch wenn wir aus verschiedenen Ländern kommen, möchte ich, dass die Weltbevölkerung weiß, dass wir Mädchen alle eine Stimme haben, “ betont Nurfahada, 16, aus den Philippinen.


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