aike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland, Plan-Patin Marion Kracht, Carina Gödecke, Präsidentin des Landtags NRW und Daniela Jansen, Vorsitzende Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation (v.l.n.r.
aike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland, Plan-Patin Marion Kracht, Carina Gödecke, Präsidentin des Landtags NRW und Daniela Jansen, Vorsitzende Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation (v.l.n.r.). ©Bernd Schälte/Plan
30.10.2015

Das "Unfinished Business" der Mädchenrechte

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Nordrhein-Westfälischen Landtag präsentierten am 20.Oktober Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführerin von Plan International Deutschland und die Because I am a Girl-Botschafterin Marion Kracht, den Because I am a Girl-Bericht in Düsseldorf.Der diesjährige Report demonstriert deutlich, dass Mädchen und Frauen nach wie vor überdurchschnittlich von Armut, Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Gewalt betroffen sind.

Das Ziel im Visier
„Die Vereinten Nationen haben die Stärkung von Mädchen und Frauen zu einem der drängendsten Ziele der neuen Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziele (SDGs) gemacht. Erst wenn wir konsequent gegen Kinder- und Zwangsheirat oder Gewalt wie weibliche Genitalverstümmelung vorgehen und Mädchen angemessen beteiligen, können wir dieses Ziel erreichen. Wir halten es für wichtig, dass die Bundesregierung die Förderung von Mädchen als Schwerpunkt in der deutschen Entwicklungspolitik verankert. Dazu gehört, dass finanzielle Mittel für Projekte zum Schutz und der Förderung von Mädchen und Frauen bereitgestellt werden“, bekräftigt Maike Röttger.

Packen wir es an!

Seit 2007 veröffentlicht Plan deshalb jährlich einen Bericht, der die Lebenssituation von Mädchen weltweit analysiert und die Öffentlichkeit zum Handeln auffordert. Dieses Jahr ziehen Gastautorinnen und -autoren wie Mariane Pearl und Jimmy Carter in ihren Essays Bilanz zur Lage der Mädchen.

Indra Nooyi, Geschäftsführerin von PepsiCo. und Gastautorin, hebt in ihrem Beitrag hervor, dass immer mehr Mädchen und junge Frauen mit alten Traditionen brechen, um sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Vor allem die Bereiche Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit und Bildung zählen immer noch zum „Unfinished Business“ der Mädchenrechte.
„Ich verdanke meinen Eltern viel. Sie haben mich und meine Schwester immer darin bestärkt zu träumen, haben uns viele Möglichkeiten eröffnet und uns gefördert. Leider haben nicht alle Mädchen diese Möglichkeit. Dafür gibt es viel zu viele individuelle Hindernisse. (…)  Erst wenn alle Schichten der Gesellschaft Hand in Hand zusammenarbeiten, können Mädchen ihre Chancen wahrnehmen. Familien, Gemeinden, Firmen, NGO’s und Regierungen tragen alle dieselbe Verantwortung. Denn die Wahrheit ist: Selbst wenn junge Mädchen den Mut haben von einem besseren Leben zu träumen, haben sie ohne Bildung keine Chance diese Träume zu verwirklichen. Wenn eine junge Unternehmerin ein Kredit aufnimmt, kann sie erst davon profitieren, wenn sie genug Zeit in ihr Projekt investieren kann. Die Träume von unseren Töchtern, sollten keine Grenzen haben. Wir müssen dafür kämpfen, dass sich ihre Träume erfüllen.“
Julia Gillard, ehemalige Premierministerin von Australien verfasst folgendes Statement:
„Eine Gesellschaft, in der Mädchen und junge Frauen ihr volles intellektuelles, soziales und politisches Potenzial ausschöpfen können, ist gleichzeitig auch eine sichere, gesunde und florierende Gesellschaft.“

Möchtest du mehr über die Gastautorinnen und -autoren erfahren? Dann schau doch mal in den diesjährigen Because I am a Girl-Report rein.


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