Plan International Deutschland gratuliert Malala zum achtzehnten Geburtstag! © Plan
Plan International Deutschland gratuliert Malala zum achtzehnten Geburtstag! © Plan
29.08.2015

Bildung für alle!

Am 12. Juli feierte die pakistanische Menschenrechtsaktivistin Malala Yousafzai ihren achtzehnten Geburtstag. Der achtzehnte Geburtstag ist für jedes Mädchen ein Wendepunkt.Eine Achtzehnjährige ist volljährig und gilt offiziell als „Erwachsene“. Im besten Fall lässt man eine behütete Kindheit hinter sich, schließt die Schule ab und schmiedet gemeinsam mit seinen Freundinnen fantasievolle Zukunftspläne.
Aber dieses Szenario ist nicht für alle Mädchen selbstverständlich, manche schleppen bereits vor ihrem achtzehnten Geburtstag die Last eines halben Lebens mit sich.

Mit Bildung für eine bessere Zukunft

Malalas Lebensgeschichte liest sich bereits wie die eines modernen Heldenromans, inklusive aller Höhen und Tiefen. Seit ihrem elften Lebensjahr setzt sich Malala in ihrem Heimatland Pakistan für das Recht auf Bildung ein. Für ihren couragierten Einsatz bezahlte sie fast mit ihrem Leben. Im Oktober 2012 wurde Malala auf dem Schulweg von Taliban-Kämpfern niedergeschossen - und überlebte mit schweren Verletzungen. Seither steht sie im Mittelpunkt des internationalen Interesses und nutzt ihre Popularität, um den Kampf für die Rechte von jungen Frauen und Mädchen weiterzuführen. Vor einem Jahr wurde sie für ihre Anstrengungen sogar mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und begeisterte Millionen Menschen mit den Worten: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern.“

Eine Geschichte, die inspiriert

Malala ist in ihrem Einsatz für Gerechtigkeit nicht allein. Rund um den Globus engagieren sich viele mutige Mädchen und junge Frauen für Bildung und ihr Recht auf Selbstbestimmung.

„Nur weil ich arm bin, heißt das nicht, dass ich meinen Körper verkaufen muss. Nur weil ich arm bin, heißt das nicht, dass ich mein Recht auf Bildung aufgeben muss und mein Recht auf eine selbstbestimmte Zukunft“, plädiert die junge, afrikanische Aktivistin Melody auf einer Veranstaltung in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe. Die siebzehnjährige Melody ist Teil eines Jugendprojekts, das von Plan International unterstützt wird und junge Mädchen über ihre Rechte und sexuelle Selbstbestimmung aufklärt. Denn Themen wie Verhütung und Sexualaufklärung sind in den Schulen von Simbabwe immer noch ein striktes Tabu. Mit verheerenden Folgen: Melody berichtet davon, dass viele ihrer Freundinnen aufgrund von ungewollten Schwangerschaften frühzeitig die Schule abbrechen müssen. Auch Plans Kampagne Because I am a Girl weiß, dass bei Mädchen, die keinen Zugang zu Bildung und Aufklärung haben, ein höheres Risiko besteht, dass sie zu früh heiraten und Kinder bekommen, bevor sie dazu bereit sind. Deswegen engagieren sich bereits 1.500 junge Aktive für das Aufklärungsprojekt in Simbabwe und unterstützen damit auf ihre Weise auch die Forderungen von Malala, jungen Mädchen Raum für Bildung und Entwicklung zu gewähren.

Was sich Malala und Meldoy für ihren weiteren Lebensweg wünschen?
Malala möchte in ferner Zukunft Premierministerin von Pakistan werden, Melody strebt eine Karriere als Schauspielerin an.
Beide Mädchen glauben fest daran, dass ihre Träume etwas verändern können. Und dass Bildung der Schlüssel dazu ist.


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