Trauma: Kinderarbeit!

In dem folgenden Text setzt sich Luisa (20) – vom Plan Jugendbeirat – mit den Folgen von Kinderarbeit für die psychische Gesundheit der betroffenen Kinder und Jugendlichen auseinander.
Wenn wir über die Folgen von Kinderarbeit nachdenken, denken die meisten an Verletzungen, giftige Gase und Materialien und vieles mehr. Aber die wenigsten denken an die psychischen Folgen, die jedoch nicht zu vernachlässigen sind. Zum einen werden arbeitende Kinder oft von ihrem sozialen Umfeld isoliert, sie fühlen sich alleine und hoffnungslos. Häufig leiden diese Kinder unter einem geringen Selbstwertgefühl und Depressionen. Sie haben Stimmungsschwankungen, Angststörungen und zeigen ein sehr unruhiges Verhalten. Auch haben sie viele Sorgen um Geld und Schulden, die eine unbeschwerte Kindheit unmöglich machen. Abgesehen von der rein zeitlichen Komponente werden Kinder auch durch diese gravierenden psychischen Folgen – verursacht durch Kinderarbeit – vom Schulbesuch abgehalten. Um jedoch aus dieser psychischen Belastung heraus zu kommen und eine bessere Zukunft zu haben, brauchen diese Kinder Bildung. Durch Bildung haben sie die Möglichkeit, später Berufe auszuüben, die sie nicht gefährden. Sie können für ihre Familien sorgen und ihre eigenen Kinder müssen nicht arbeiten gehen. Bildung ist der Schlüssel, um aus dem Teufelskreis der Kinderarbeit auszubrechen. Daher fordern wir, dass die Bundesregierung sich international mehr für Bildung einsetzt. Mehr über unsere Forderungen und über die Aktion EDUCATION NOT FOR SALE findest du hier.

Dieser Text stammt von Luisa (20). Sie studiert Medizin und ist Mitglied des Jugendbeirats von Plan International Deutschland e.V.

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