MAKE ME VISIBLE!

Hamburger Schülerin im Einsatz für weltweite Geburtenregistrierung (Foto: Plan / Julia Kneuse für Morris Mac Matzen, Photography)

Hamburger Schülerin im Einsatz für weltweite Geburtenregistrierung
(Foto: Plan / Julia Kneuse für Morris Mac Matzen, Photography)

Make me visible! ist der Titel der Plan Action Kampagne zur Geburtenregistrierung, die vom November 2013 bis zum November 2014 lief und mit der Übergabe von über 10.010 Fingerabdrücken – als Symbol für die Unterstützung der Kampagne – an den Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in Berlin offiziell ihr Ende fand.

In Artikel 7 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes steht: „Das Kind ist unverzüglich nach seiner Geburt in ein Register einzutragen und hat das Recht auf einen Namen von Geburt an, das Recht, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben …“ Also hat jeder Mensch ein Recht darauf, in ein Geburtenregister eingetragen zu werden.  Für  230 Millionen Mädchen und Jungen unter 5 Jahren gilt dies allerdings nicht. Mit fatalen Folgen: Denn sie können ihre Bürgerrechte auf Schutz und Beteiligung nicht wahrnehmen.

Mehr Informationen zur Geburtenregistrierung findest du hier.

Plan Action sammelte Fingerabdrücke, um die Bundesregierung dazu aufzurufen, sich verstärkt für das Recht auf eine Geburtsregistrierung weltweit einzusetzen.

Plan Action forderte die Bundesregierung dazu auf:

  • die finanzielle Unterstützung für Geburtenregistrierungssysteme in der bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit zu verstärken, damit eine umfassende weltweite Geburtenregistrierung erreicht werden kann. Dazu gehört vor allem die Unterstützung des Einsatzes von neuen Technologien, wie die digitale Registrierung
  • die Resolution des Menschenrechtsrates zur Geburtenregistrierung und die Umsetzung der Kinderrechtskonvention bei Regierungsverhandlungen und den „Universal Periodic Review“ (UPR) des VN-Menschenrechtsrats immer einzubinden und zu thematisieren
  • sich in der Zusammenarbeit mit den Partnerländern dafür einzusetzen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Registrierung von Staatenlosen und Minderheiten geschaffen und umgesetzt werden.

Am 25. November 2014 wurden schließlich alle 10.010 gesammelten Fingerabdrücke gemeinsam mit den Forderungen an den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übergeben.

Sieh dir auch unseren Blogeintrag zur Übergabe der Fingerabdrücke an Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel an.

Parallel dazu waren die zwei Jugendbeiratsmitglieder Carolin und Jonas in Bangkok auf der United Nations ESCAP Ministerialkonferenz zu zivilen Registrierungssystemen (CRVS) in Bangkok. Dort haben sie am 26.11 die Möglichkeit ergriffen, vor den anwesenden Ministerinnen und Ministern die Kampagne Make Me Visible! vorzustellen und den Einsatz für eine universelle Geburtenregistrierung zu fordern.

Einen Mitschnitt von der Rede der beiden findet ihr hier: