Learn, LEAD, Decide and Thrive…

Gruppenbild aller LEAD Workshop Teilnehmer

Was passiert, wenn die Jugendlichen mitreden dürfen…

Wir haben unsere Türen geöffnet. Zwei Mitglieder unseres Jugendbeirats, Celina und Björn, nahmen gemeinsam mit zwei Jugendlichen aus dem Plan Flüchtlingsprojekt, Hosna und Karim, an einem 4-tägigen Strategie-Workshop zum Thema „LEAD“ im Plan Büro in Hamburg teil. Die Jugendlichen wurden eingeladen, weil es genau um sie ging. Wie können wir Jugendliche als „agents of change“ in unsere Arbeit einbeziehen und sie so fördern, dass sie aktiv das Leben in ihrem Umfeld mitgestalten.

Wir haben sie nach ihren Erfahrungen gefragt…

Was hat dich motiviert an dem Workshop teilzunehmen und worum ging es denn genau?

Karim: Besonders gut hat mir gefallen, dass Jugendliche involviert werden und der Fokus in Plans Strategie auf Mädchenrechten liegt. Alle Jugendlichen aus verschiedenen Organisationen auf der ganzen Welt sollen zusammen und im Dialog an Entscheidungen arbeiten.
Celina: Als ich mit Plan in Ghana war, um einige Projekte zu besuchen, habe ich selbst erfahren, was für tolle und wichtige Arbeit Plan vor Ort leistet. Meine Erfahrungen haben mich sehr bewegt und ich möchte diese Arbeit unterstützen, wo ich nur kann. Dieser Workshop war eine Chance, Teil der strategischen und theoretischen Arbeit zu sein, die die Basis für die Projekte bildet. Ich finde es wichtig, dass Jugendliche in diese Prozesse mit eingebunden werden.

Was bedeutet LEAD für dich?

Hosna: Es bedeutet, dich selbst zu akzeptieren und das tun zu können, was du wirklich willst, ohne darüber nachdenken zu müssen, wo du dich gerade befindest. Einfach darüber nachdenken zu können, was du in deinem Leben auf dieser Welt machen möchtest.
Celina: LEAD bedeutet, dass junge Menschen ihr eigenes Leben in die Hand nehmen können. Dass sie genügend Selbstvertrauen haben, um frei zu sprechen und die Möglichkeiten bekommen Gruppen zu leiten. Es bedeutet Empowerment und sichere Orte für unser eigenes Engagement zu schaffen.

Wie hast du die Stimme der Jugend eingebracht und wie hat der Rest der Gruppe darauf reagiert?

Björn: Während des Workshops habe ich oft den Impuls verspürt mich einmischen zu müssen, um unsere Stimme in den Prozess einfließen zu lassen. Aber jetzt, nach dem Workshop, kann ich sagen, dass unser konstantes Bemühen um die Anerkennung als die Experten, die wir sind, Experten für Jugendliche, einen Effekt hatte. Die anderen Teilnehmer*innen haben aktiv nach unserer Meinung und unserem Input gefragt und ihr Denkverhalten verändert.
Karim: Wir haben hier einen Raum bekommen, um teilzuhaben und gehört zu werden. Ich habe das Gefühl, dass wenn wir unsere Erlebnisse und das, was wir erreicht haben, teilen können, das einen positiven Einfluss auf die Erwachsenen hat. Ich glaube die Workshopteilnehmer*innen haben zugehört und verstanden, welche Herausforderungen auf die Organisation warten, um Jugendliche als „agents of change“ zu unterstützen.

Die Teilnehmer des LEAD Workshops an der Alster

…und was ist das Wichtigste, das du in diesem Workshop gelernt hast?

Hosna: Wer ist die globale Jugend? Wir sind die globale Jugend! Wir sind eine kleine Anzahl an Menschen in einer großen Gesellschaft. Bei diesem Workshop haben wir einen Weg gefunden, unsere Stimme einzubringen und damit viele zu erreichen.
Björn: Die Stimme der Jugendlichen hat einen Einfluss und ändert das Ergebnis. Überraschenderweise viel drastischer als wir alle anfangs geglaubt hätten. Wir wurden wirklich gut miteinbezogen. Ich möchte alle ermuntern, sich zu trauen bei solchen Gelegenheiten mitzumachen, auch wenn man nicht alles immer versteht. Was ihr einbringt, macht einen Unterschied!

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