Kinderarbeit und Armut sind Bildungsbarrieren

Limi geht zur Schule, arbeitet aber jeden Morgen zwei Stunden in einer Mine und samstags und sonntags den ganzen Tag. Wenn sie nicht arbeitet oder in der Schule ist, kümmert sie sich um ihren kleinen Bruder. Auf diesem Bild seht ihr, wo Limi ihre Hausaufgaben erledigt. (Zum Plan Projekt: Maßnahmen gegen Kinderarbeit in Tansania)

“Das größte Problem in der Welt ist Armut in Verbindung mit fehlender Bildung. Wir müssen dafür sorgen, dass Bildung alle erreicht“, sagte 2005 einer der einflussreichsten Personen unserer Zeit in einem Interview – Nelson Mandela

Ungleichheit führt unzählige hitzige Debatten in Politik, der Gesellschaft und selbst im nahen Umfeld herbei. Weshalb also ein scheinbar bodenloses Fass öffnen und die Diskussion hier fortsetzen? Stattdessen möchte ich positive Effekte aufzeigen wie Bildung zur Lösung beitragen kann und wie die Regierung mit nur 0,4054 Prozent der Herausforderung entgegnen kann.

Aber was ist Bildung überhaupt und warum muss sie alle erreichen? Bildung ist mehr als nur reines Faktenwissen und Matheformeln auswendig zu lernen. Gebildet sein bedeutet seine eigenen Entscheidungen treffen zu können, Dinge nach dem warum zu hinterfragen und zu einem selbstbestimmten Menschen heranzuwachsen. Bildung kann eines der bedeutendsten Werkzeuge sein um Gleichheit, Fairness und dieselben Chancen für alle zu sichern. Denn selbst der wohlhabendste Schüler wird bei einem leistungsorientierten Test schlechter abschneiden, verglichen mit einem sehr gebildeten und gut vorbereiteten Schüler aus ärmeren Verhältnissen. Nun wird auch klar, warum Bildung so wichtig ist und alle erreichen muss. Die Verantwortung liegt vor allem bei der Regierung, um Bildungsmöglichkeiten für alle zu schaffen und Armut zu bekämpfen. Positiv ist, dass die öffentlichen Bildungsinvestitionen in Deutschland in den letzten Jahren stets gestiegen sind. Warum die Rüstungsinvestitionen 2017 seit 2001 ein allzeithoch i.H.v. 37 Milliarden erreicht haben, wo Deutschland doch eine Verteidigungsarmee hat und von zahlreichen verbündeten Länder umgeben ist, ist jedoch unverständlich. Deshalb fordert der Jugendbeirat von Plan Deutschland die Bundesregierung auf, sich aktiv für Bildung und gegen Armut einzusetzen. Denn wer fast 37.000.000.000 Euro für Rüstung pro Jahr ausgeben kann, ist auch in der Lage nicht einmal ein halbes Prozent (0,4054 %) davon in Bildung zu investieren.

Konkret bedeutet das: Die globale Bildungspartnerschaft mit 100 Millionen Euro und den Education-Cannot-Wait-Fonds mit 50 Millionen Euro pro Jahr zu unterstützen.

Weiteres zu unseren Forderungen und der Aktion #EducationNotForSale findest du hier

Quellen:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183064/umfrage/militaerausgaben-von-deutschland/
https://esrc.ukri.org/files/news-events-and-publications/evidence-briefings/the-wellbeing-effect-of-education/

Dieser Text stammt von Philipp (22). Er ist Mitglied im Jugendbeirat von Plan International Deutschland e.V.

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