EDUCATION – NOT FOR SALE!

Miriam (Jugendbeirat) bei der Vorbereitung einer SALE-Aktion

Weltweit sind 152 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren von Kinderarbeit betroffen*. Diese Kinder leiden unter schweren körperlichen und psychischen Folgen. Sie können häufig nicht zur Schule gehen und haben kaum Zeit zum Lernen. Bildung ist der Schlüssel, um aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen, und Kinderarbeit ist eine Bildungsbarriere, die wir alle bekämpfen können!
*Quelle: ILO: Global Estimates of Child labour – Results and Trends 2012 – 2016 (Genf, 2017), S. 5

Wir, die Mitglieder des Jugendbeirats von Plan International Deutschland, fordern …

… von der deutschen Bundesregierung
Wir fordern die Bundesregierung auf, verbindliche Regeln zum Schutz der Kinderrechte für Unternehmen zu verabschieden (wie von der UN seit 2011 gefordert) und sich international verstärkt für Armutsbekämpfung und Bildung einzusetzen. Denn: Unternehmen tragen durch eine unzureichende Kontrolle ihrer Produktionsketten maßgeblich zur Situation der Kinder bei und Bildung ist der Schlüssel, um aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen.

… von der lokalen Politik in Deutschland
Wir fordern Kommunen, Gemeinden und Städte auf, mit gutem Beispiel voran zu gehen und bei der öffentlichen Beschaffung faire Alternativen ohne Kinderarbeit zu nutzen und zum Beispiel kinderarbeitsfrei produzierten Kaffee in der Kantine anzubieten. Denn: Die öffentliche Beschaffung hat einen Anteil von ca. 13% am Bruttoinlandsprodukt und kann kinderarbeitsfreie Produktion fördern.

Unsere Idee: Bundesweite SALE-Aktionen!

Rund um den Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni machen wir gemeinsam mit bundesweiten SALE-Aktionen auf Kinderarbeit als Bildungsbarriere aufmerksam und sammeln möglichst viele Unterstützerinnen und Unterstützer für unsere Forderungen. Auf Märkten oder in der Innenstadt stellen wir einen Verkaufsstand auf, an dem wir vermeintlich Schokolade (oder ein anderes passendes Produkt) zu Billigpreisen anbieten. Mit großen „Sale“-Schildern werben wir für den Verkauf. Kommen „Käufer“ an den Stand, informieren wir sie unter dem Motto „Education – Not for Sale“ über die Produktionsbedingungen von Schokolade und Kinderarbeit als Bildungsbarriere. Wir erklären ihnen, dass für viele Produkte, die wir konsumieren Kinder arbeiten mussten, anstatt in die Schule zu gehen. Die „Käufer“ können die Schokolade schließlich zu einem fairen Preis erwerben, für ein Plan-Projekt spenden und/oder unsere politischen Forderungen unterstützen. Die Aktionen werden gefilmt und über Social Media geteilt. Unter dem Hashtag #notforsale bzw. #educationnotforsale laufen alle Posts auf den unterschiedlichen Social Media-Kanälen.

Zur Aktion erstellen wir Doppelpostkarten, auf denen unsere Forderungen gedruckt sind. Diese sind an die lokale Politik sowie die Bundesregierung adressiert. Die Postkarten sammeln wir am Stand und/oder geben sie an Interessierte weiter, die sie dann später abschicken können. Wir sammeln außerdem Spenden für das Projekt „Mädchen und Jungen vor Kinderarbeit schützen“ in Tansania.

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