Bunt, Laut und in Bewegung

Mit Kunst, Musik und Sport zu mehr Gleichberechtigung

Viva con Agua, ein Netzwerk aus Menschen und Organisationen, das sich weltweit für den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen einsetzt, und Plan International, eine der größten Entwicklungshilfeorganisationen Deutschlands, machen jetzt gemeinsame Sache und setzen ein Wasser- und Hygiene-Projekt in Simbabwe um.

Das Projekt legt seinen Fokus auf die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen, die beim Thema Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene eine bedeutende Rolle spielt, und auf die kreative Kraft der universellen Sprachen Kunst, Musik und Sport, um eine Sensibilisierung für das Thema zu erreichen.

Viva con Agua und Plan International starten gemeinsames Wasser-Projekt in Simbabwe

Die beiden Organisationen verbindet nicht nur ihr Standort in Hamburg, sondern vor allem, dass sie sich weltweit für nachhaltigen Zugang zu sauberem Wasser, sanitäre Grundversorgung und Hygiene einsetzen. Sauberes Trinkwasser und Toiletten sind Grundlagen für Gesundheit, Einkommen und Bildung. Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung sind Menschenrechte. So haben beispielsweise fehlende oder nicht nach Geschlechtern getrennte Toilettenanlagen weitreichende Folgen: Sobald Mädchen ihre Periode bekommen, bleiben sie an diesen Tagen dem Unterricht fern oder brechen sogar die Schule ab, wenn sie dort keine Möglichkeit haben, adäquate und sichere Toiletten oder Waschräume zu nutzen und keinen Zugang zu Hygieneartikeln haben. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen geht jedes zehnte Mädchen in Afrika nicht mehr regelmäßig zur Schule, sobald es seine Menstruation hat.

Viva con Agua und die Kinderrechtsorganisation Plan International wollen das mit dem Projekt „Kwekwe Youth for Water (KY4W)“ ändern. Mehr als 3.000 Mädchen und Jungen der Region Kwekwe profitieren davon, dass neue Latrinen errichtet werden und die Wasserversorgung gesichert wird. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Toilettenräumen für Mädchen, die nach ihren Bedürfnissen konstruiert und ausgestattet sind. Lokal gebildete WASH-Komitees (WASH steht für Water, Sanitation and Hygiene) kümmern sich langfristig um die Instandhaltung der Anlagen. Da das Eintreten der Menstruation traditionell häufig mit dem Erwachsenwerden und somit mit bestimmten Rollen - wie Mutter und Ehefrau - verbunden wird, sind die Sensibilisierung der Gemeinschaft und der Dialog zu dem Thema ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Deshalb werden die Mädchen und Jungen auch zu sexuellen und reproduktiven Rechten und Gesundheit geschult.




Das Projekt "Kwekwe Youth for Water" in der Übersicht

Projektregion:
Kwekwe

Projektlaufzeit:
September 2019 – August 2022

Budget: 
431.027 €

Ziele:

  • Verbesserte Lebensbedingungen von 3.048 Menschen, insbesondere von Mädchen und jungen Frauen, durch einen nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen
  • Verbesserte Bedingungen und gestärktes Bewusstsein für die Menstruationshygiene von Mädchen in Schulen und Gemeinden

Maßnahmen:

  • Bau von 4 Wasserversorgungsstellen für 3.048 Menschen
  • Bau und Ausstattung von inklusiven, geschlechtssensiblen Sanitäranlagen an 4 Schulen mit Waschräumen für 648 Mädchen
  • Wissensvermittlung und Bewusstseinsstärkung zu gemeindebasierter Sanitärversorgung und nachhaltigem Management mit den universellen Sprachen Sport, Musik, und Kunst
  • Schulung von 50 Jugendlichen und 100 traditionellen Gemeindeautoritäten für den Einsatz für die Enttabuisierung von Menstruation und Hygienebedürfnisse von Mädchen
  • Wirtschaftliche Stärkung von 180 Jugendlichen (126 Mädchen, 54 Jungen)

Kontakt

Daniela Hensel

Pressereferentin

Tel. +49 (0)40 61140-219

daniela.hensel(at)plan.de