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Team CRVS (Foto: Plan)

Team CRVS (Foto: Plan)

(Text: Louise von Hobe-Gelting) Nach sechsmonatiger Vorbereitung, zahlreichen Skype-Konferenzen und E-Mails war es nun endlich soweit: Unser Team CRVS kam am Sonntagabend in Bangkok zusammen. Wir sind 7 junge Menschen aus 6 verschiedenen Ländern, alle der Überzeugung, dass zivilen Registrierungssystemen eine wichtigere Rolle zukommen muss. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einem gemeinsam Abendessen verschwanden alle erschöpft von den Reisestrapazen in ihren Zimmern. Denn für die anstehenden Aufgaben bei der UN ESCAP Ministerialkonferenz zu zivilen Registrierungssystemen diese Woche wollten wir uns noch einmal erholen.

Am Montagmorgen ging es dann früh los in das Hauptquartier der Vereinten Nationen für den asiatisch-pazifischen Raum in Bangkok. In dieser Woche kommen hier die Minister und Zuständigen der Region zusammen, um über die Wichtigkeit und Zielsetzung von zivilen Registrierungssystemen zu diskutieren und eine gemeinsame Absichtserklärung zu verabschieden. Damit das gelingt, sind auch wir gefragt. Am Mittwoch haben wir einen zweistündigen Slot zur Verfügung, um vor den knapp 300 Konferenzteilnehmern unsere Perspektiven, Erfahrungen und Forderungen zu teilen. Wir beiden Mitglieder des deutschen Jugendbeirats werden in diesem Zusammenhang unsere Aktionen und Forderungen im Rahmen der „Make me visible!“-Kampagne vorstellen.

Um uns als Team auf die anstehende Aufgabe vorzubereiten, hatten wir heute eine Reihe von Workshops. Unter anderem wurde uns beigebracht, wie wir am besten auf Fragen von Medienvertretern reagieren. Dies haben wir gleich mit einer Reihe von Übungen geprobt. Nicoleta Panta, verantwortlich für die Kampagne „Count Every Child“ bei Plan International, erzählte uns von ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Regierungsvertretern. Dabei achte sie deutlich, wie zäh das Thema CRVS sein kann, und worin die besonderen Chancen und Fähigkeiten von uns jungen Delegierten bestehen und wie wir einen entscheidenden Beitrag für den Erfolg der Konferenz leisten können.

Einige unserer Teammitglieder können von persönlichen, durchaus emotionalen Erfahrungen und Herausforderungen berichten, und gemeinsam können wir kreative und neue Ideen, Perspektiven und Lösungsansätze einbringen. Für viele Politiker ist das Thema schwer greifbar, da sie die Zusammenhänge oftmals nicht komplett durchschauen und die Relevanz und Auswirkungen von zivilen Registrierungssystemen unterschätzen. Fai, ein Mitglied unseres Teams aus dem Norden Thailands, erzählte, dass Probleme und Herausforderungen, wie Erreichbarkeit von Registrierungsstellen, Reisekosten und Zeit, in ländlichen Gebieten für viele Menschen ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Das Verständnis für solche Zusammenhänge, können wir als Team den Teilnehmern der Konferenz vermitteln.

Abschließend haben wir über unseren „Call to Action“ für die Konferenz diskutiert und unseren Entwurf überarbeitet. Dabei wurden wir von Revati Chawla, UNICEF-Referentin der Abteilung HIV/AIDS unterstützt. Nach einem langen Tag ging es abends durch den dichten Verkehr der thailändischen Hauptstadt zurück ins Hotel. Müde, aber glücklich dank interessanter Gespräche und Einblicke, freuen wir uns auf den nächsten Tag.

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