Daumen hoch für Henry, den Helden des Flüchtlingscamps

Internationale Tag der humanitären Hilfe(Text von Anna-Lena Sack)
In unserem Job erfüllen wir Tag für Tag Aufgaben, die unserem festen Tätigkeitsbereich entsprechen. Zusatzarbeiten außerhalb dieses Bereichs? Lieber nicht!

Anders war das bei Henry Akugizibwe, Mitarbeiter von Plan Uganda. Normalerweise arbeitet Henry hier als Fahrer, bringt die Regional- und Länderdirektoren, wichtige Geschäftsführer privater Unternehmen oder Botschafter, die Plan Projekte besuchen ins Feld. Loyal und gewissenhaft führt er seinen Job aus.

Wenige Monate nach Beginn der Krise im Südsudan, wird Henry Teil des Krisenteams, das sich um die Flüchtlingswelle im Norden Ugandas kümmern soll. Als einer der ersten, die sich zur Arbeit in den Camps bereit erklärt, übernimmt Henry enorme Verantwortung. Angefangen bei der Organisation von Unterkünften für neue Flüchtlinge und dem Aufbau von Zelten für Plans Kindesschutzzonen, bis hin zur Unterstützung bei der Erhebung von Fallstudien: von morgens 7 Uhr, bis abends 7 Uhr ist Henry überall im Einsatz!

Oft übersteigen die Aufgaben seinen Tätigkeitsbereich. So auch im Fall von Mary:
Das siebzehnjährige Mädchen wartete bereits seit drei Wochen auf eine Unterkunft im Camp und lebte in mit ihren Geschwistern unter einem Baum. Als sie Henry eines Tages durch das Camp gehen sieht, läuft sie auf ihn zu und bittet ihn um Hilfe. Henry kümmerte sich um das Mädchen und ihre Geschwister und verließ das Büro der Campleitung nicht bevor Mary eine Unterkunft bekam.

Henrys freundliches Lächeln bringt den verzweifelten, allein gelassenen Kindern und Frauen im Camp neue Hoffnung. Sobald ihn die Kinder sehen, laufen sie auf ihn zu, grüßen ihn und reichen ihm ihre Hände.

Selbst nach einem langen, anstrengenden Tag, wenn sich das Krisenteam zur Nachbesprechung des Einsatzes trifft, begegnet Henry allen mit einem Lächeln und trägt seinen Einsatzbericht mit seinen Verbesserungsvorschlägen entschlossen vor. „Henry ist ein Gewinn für unser Team! Ich bin beeindruckt, wie er die Dinge im Camp regelt“, sagt Davies Okoko, Nothilfe-Experte im Planbüro in Uganda.

 

Was ist Henrys Geheimnis, dass er trotz der harten Realität des Flüchtlingscamps, nicht den Ehrgeiz und Mut verliert? Darauf hat Henry nur eine Antwort: Es ist seine Leidenschaft, den Kindern zu helfen!

Heute, Monate nach Beginn der Flüchtlingshilfe, arbeitet Henry wieder im Länderbüro, aber er hofft, dass er schon bald zurück ins Camp geht, um seine Arbeit fortzusetzen

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