Willkommen in Äthiopien!

Ein typisches Taxi in Addis Abeba (Foto: Plan)

Ein typisches Taxi in Addis Abeba (Foto: Plan)

(Text: Helene von PlanAction)
Nach nur wenigen Stunden Schlaf landen wir frühmorgens in Addis Abeba. Ziemlich übermüdet halten wir nach dem Plan Schild Ausschau, es ist gar nicht so einfach die Augen nach über 12 Stunden Anreise offen zu halten. Der Fahrer vom Hotel erscheint dann um 7:30 Uhr, sodass wir gleich als erstes einen Eindruck eines anderen Zeitverständnisses erhalten. Wenn man die gewohnte Pünktlichkeit erstmal vergisst, ist alles gleich viel entspannter. Das erste Bild, das mir auf dem 5-minütigen Weg zum Hotel in Erinnerung geblieben ist, sind ungefähr 15 braune Kühe, die in der Mitte des Kreisverkehrs direkt vor dem Flughafen grasen.


Alle treffen so langsam im Hotel ein und erschöpft von der Reise hoffen natürlich alle darauf schnell ein Zimmer beziehen zu können, allerdings werden wir erst einmal in einem Partnerhotel, das nur 2 Minuten entfernt liegt, untergebracht. Dort habe zumindest ich das Glück mich im Zimmer etwas ausruhen zu können. Die Betreuerinnen und Betreuer müssen erst alle unterbringen und das dauert bis zum Mittagessen. Ich teile ich mir das Zimmer mit den beiden super netten Mädchen aus Liberia, Victoria und Saata.

 
Nach dem Mittagessen machen wir einen kleinen Spaziergang. Alle Menschen sind sehr freundlich, aber wir sehen auch viele Menschen, besonders Kinder, die betteln oder auf der Straße Schuhe putzen. Die Kinder zwischen den Hotels kennen uns bereits und sie machen sich einen großen Spaß daraus uns bei jeder Begegnung davon zu überzeugen, dass wir doch unbedingt unsere Schuhe putzen lassen sollten. Mir fällt auf,  dass es vor allen Geschäften und auch bei Hotels eine Sicherheitskontrolle am Eingang gibt. Aus meinem Fenster kann ich beobachten, dass auch alle Hotelmitarbeiterinnen und -mitarbeiter beim Eintreten, aber auch beim Verlassen des Geländes ihre Taschen für den Torwächter öffnen müssen.

 
Unser Programm startet um 16:30 Uhr. Wir beginnen damit uns erst einmal kennen zu lernen und vor allem die Namen zu lernen. Alle bringen ihre ganz persönlichen Erlebnisse, Erfahrungen und Geschichten mit. Einige sprechen nur französisch oder arabisch, aber mit Händen und Füßen schaffen wir es meistens auch ohne die Betreuerinnen und Betreuer uns zu verständigen. Schon am ersten Tag verstehen wir uns alle richtig gut. Trotz der fast schlaflosen Nacht ist es ein toller Tag und die kommenden Tage versprechen super spannend zu werden.

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