Der Versuch, von East Samar Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen

von Hatai Limprayoonyong
Taifun Haiyan_Junge mit Schild

Ein Junge aus Tacloban zeigt, was er am dringensten benötigt. (Foto: Plan)

Mein Name ist Hatai Limprayoonyong. Ich arbeite als interne Kommunikationsspezialistin für Plan International in Asien und berichte von den Philippinen.

Heute bin ich zusammen mit meinen Plan-Kollegen und 13 Ehrenamtlichen nach Tacloban City gefahren, eines der vom Taifun am schwersten betroffenen Gebiete.

Wir haben Trockennahrung und Hypolsol (ein einfaches Mittel zur Trinkwasseraufbereitung) mitgenommen, in der Hoffnung, dass diese Materialien ausreichen, um die Plan-Mitarbeiter in East Samar und etwa 50 betroffene Personen drei bis fünf Tage lang zu versorgen.

Hier im Plan-Büro in East Samar haben wir keinen Mobilfunkempfang und die Dinge stehen sehr schlecht. Um Verbindung zur Außenwelt aufzunehmen, muss man zum Rathaus gehen. Dort besteht durch die Sozial- und Entwicklungsbehörde die Möglichkeit, über Funk mit anderen zu kommunizieren. Auch Computer mit Internetzugang sind vorhanden.

Ich erfahre, dass dieses Zentrum seit dem 9. November besteht und jeden Tag tausend Menschen hierher kommen. Es gibt nur fünf Computer und die Zeit ist auf drei Minuten pro Person begrenzt. Ich nehme an, das würde gerade reichen, um die uns nahe stehenden Personen per Facebook oder Twitter zu kontaktieren und ihnen mitzuteilen, dass es uns gut geht.

Die Mitarbeiter erzählen mir, dass dieses Zentrum so lange in Betrieb sein wird, wie der Generator funktioniert.

Die Gegend ist nicht sicher und wir haben die strikte Anweisung erhalten, bis 17 Uhr zurück bei unserer Unterkunft zu sein – der Wachmann wird uns dort erwarten und wir müssen ein Passwort nennen, um Zugang zur Unterkunft unseres Teams zu erhalten. Die Leute schlafen, wo immer sie Platz finden.

Doch nun höre ich, dass es ein Transportproblem gibt. Wir sind in Schwierigkeiten, weil uns das Benzin ausgeht. Benzin ist wertvoll – für die Stromerzeugung und als Kraftstoff für den Transport.

Jetzt müssen wir erst einmal warten und ich frage mich, wann wir es schaffen werden, zurück zum Plan-Büro in Manila zu kommen.

Wir bleiben positiv und tun, was wir können, doch ich sehe, dass die Kollegen des lokalen Plan-Teams müde und erschöpft sind. Einige haben ihr Zuhause verloren. Andere haben alles verloren, was ihnen vertraut war.

Es ist eine Situation, die schwer zu verstehen ist – wir sind dafür verantwortlich, den Menschen Nothilfe zu leisten, und sind selbst auch betroffen.

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